ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum steigt

ifo Institut gibt Zahlen für das vierte Quartal heraus

Die Wirtschaft im Euroraum ist laut dem Münchner ifo Institut in besserer Stimmung als im vergangenen Quartal. Demnach stieg das ifo Wirtschaftsklima für das vierte Quartal 2016 von 111,6 auf 116,8 Punkte.


Mit dieser Steigerung gelang dem ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum eine kleine Trendwende: Nachdem der Index zuvor fünf Mal in Folge gefallen war, konnte er sich nun wieder um 5,2 Zähler erholen. Damit verfehlt er den Stand des Vorjahresquartals (122,0 Punkte) aber dennoch deutlich. Haupttreiber der Positiventwicklungen im vierten Quartal ist insbesondere die verbesserte Erwartungshaltung an die anstehenden sechs Monate, die deutlich von 85,2 auf 93,4 Zähler kletterte. Wie das ifo Institut mitteilte, ist in fast allen untersuchten Staaten eine Steigerung der konjunkturellen Erwartungen festzustellen. Nur die Wirtschaftsforscher Frankreichs, Lettlands und Portugals blicken überwiegend skeptisch auf den weiteren Konjunkturverlauf in ihren Heimatländern.

Aktuelle Lage wird höchst unterschiedlich bewertet

Während sich die Ökonomen des Euroraums hinsichtlich der Erwartungen an das kommende halbe Jahr somit weitestgehend einig sind, sind sie in der Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage tief gespalten. Demnach bewerten die deutschen Wirtschaftsforscher die Situation in ihrer Heimat am positivsten. Darüber hinaus wurden auch die ohnehin schon guten Bewertungen in Belgien, Estland, den Niederlanden, der Slowakei und Slowenien noch einmal nach oben korrigiert. Die Beurteilungen in Österreich, Luxemburg, Lettland und Litauen verschlechterten sich zwar, bleiben aber dennoch weiterhin überwiegend positiv. Zu einer weiteren Verschlechterung der bereits ungünstigen Bewertungen kam es dagegen in Frankreich, Italien und Spanien. In Finnland, Griechenland und Portugal verbesserten sich die negativen Bewertungen hingegen leicht.

Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse prognostiziert das ifo Institut für die kommenden drei bis fünf Jahre ein jährliches Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent im Euroraum. Damit bestätigen die Ökonomen ihre Vorhersage des Vorjahres. Für 2016 rechnen die Wirtschaftsforscher zudem mit einer Inflationsrate von 0,7 Prozent. Die mittelfristigen Inflationserwartungen für 2021 stiegen von 1,8 auf 1,9 Prozent.

Zur Studie:
Für diese Studie befragte das ifo Institut im Oktober 2016 321 Experten im Euroraum.

tt

Veröffentlicht am: 03.11.2016

 

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