IÖW und future küren beste Nachhaltigkeitsberichte

Nachhaltigkeitsberichte gewinnen in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Doch wie viel Substanz steckt wirklich in den Reportings? Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Unternehmensvereinigung future haben die besten Berichte ausgezeichnet.

Am vergangenen Freitag luden das IÖW und future zur Fachkonferenz "CSR-Reporting vor der Berichtspflicht" ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin. Im Rahmen dieses Events stellten die beiden Organisationen auch ihr Ranking der Nachhaltigkeitsberichte vor, das vom BMAS unterstützt wird. Positiv fiel dabei auf: Fast zwei Drittel (79) der 120 untersuchten Nachhaltigkeitsberichte entsprachen den Ansprüchen einer vollumfänglichen Berichterstattung.

Dennoch stachen einige Unternehmen mit ihrer CSR-Berichterstattung besonders hervor. So wurden BMW, Miele und die KfW-Bankengruppe aus der Gruppe der 150 größten deutschen Unternehmen für ihr Engagement in diesem Bereich ausgezeichnet. Aus der Reihe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wurden die Berichte des Biolebensmittelherstellers Lebensbaum, des Outdoor-Ausrüsters Vaude sowie des Beton- und Natursteinproduzenten Rinn herausgestellt. "Wenn Unternehmensführung und Mitarbeiter in den Berichtsprozess eingebunden sind, dann steigert dies das Bewusstsein im gesamten Unternehmen für Nachhaltigkeit als wichtiges Zukunftsthema und fördert Innovationen. Eingefahrene Abläufe werden hinterfragt und die sozialen und ökologischen Auswirkungen betrachtet, auch solche in den Lieferketten", hob Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die große Bedeutung des Themas CSR hervor.

EU-Richtlinie bringt Bewegung in die CSR-Berichterstattung

Ab dem kommenden Jahr dürfte sich die CSR-Berichterstattung noch weiter in der deutschen Wirtschaft etablieren. Schließlich hat das Bundeskabinett erst am vergangenen Mittwoch einen Gesetzesentwurf verabschiedet, um eine EU-Richtlinie umzusetzen, nach der große kapitalmarktorientierte Unternehmen dazu verpflichtet werden sollen, über Maßnahmen zu informieren, mit denen sie Umwelt und Klima schützen oder wie sie darauf achten, dass bei ihren Zulieferfirmen Menschenrechte eingehalten werden. Aus Sicht des IÖW und der Unternehmensvereinigung future ein überaus wichtiger Schritt, da noch längst nicht alle großen deutschen Firmen in ihren Nachhaltigkeitsberichten mit vollkommener Transparenz glänzen. "Insbesondere einige große Handels- und Versicherungsunternehmen halten sich bisher zurück", erklärt IÖW-Forscher Gerd Scholl. "Doch ohne Transparenz wird es für einige von ihnen ab dem nächsten Jahr nicht mehr gehen. Zumindest die Versicherungsunternehmen sind dann nämlich in der Pflicht."

tt

Veröffentlicht am: 28.09.2016

 

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