ISO-Zertifizierung für das Unternehmen: Welche Anforderungen gibt es?

Für jedes Unternehmen, ob Hersteller oder Dienstleister, gelten bei der ISO-Zertifizierungen klare Vorgaben. Vor allem im Bereich der Brandmelde- sowie Sprachalarmanlagen sind besondere Gesetzesanforderungen im Sinne eines Qualitätsmanagements einzuhalten. Welche Vorgaben es gibt, wie sich diese umsetzen lassen und bei wem die Verantwortlichkeiten liegen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Brandschutz (Bild: Tama66-pixabay)
ISO-Zertifizierungen für Brandschutz  (Bild: Tama66-pixabay)

Für Dienstleister und Hersteller, gleichermaßen für alle Unternehmen gelten bei der ISO-Zertifizierung klare Vorgaben. Um diese erfüllen zu können, sind entsprechende Vorgaben einzuhalten, sodass in vielen Unternehmen immer wieder auch Schulungen und Fortbildungen erforderlich werden. Insbesondere was den Brandschutz betrifft, gilt es die gesetzlichen Vorgaben bei der Montage und Installation einzuhalten, sodass eine Zertifizierung erfolgen kann.

Doch welche Anforderungen gibt es konkret und wie genau lassen sich diese umsetzen? Der folgende Text liefert Antworten auf wichtige Fragen sowie Details und Informationen rund um die DIN 14675 Zertifizierung.

DIN 14675 Zertifizierung für Brandmeldeanlagen (BMA) und Sprachalarmanlagen (SAA)

Um die Zertifizierung gemäß DIN 14675 für Brandmelde- sowie Sprachalarmanlagen erhalten zu können, ist in erster Linie nachzuweisen, dass ein Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001 vorhanden ist (Quelle: https://www.uds-beratung.de/zertifizierung-din-14675-brandmelde-und-sprachalarmanlagen/).

Zuletzt wurde die DIN 14675 im Januar 2020 überarbeitet, wodurch sich verschiedene Neuerungen ergeben haben. Die DIN EN 16763 wurde bereits im April im Rahmen einer früheren Überarbeitung unter anderem in die DIN 14675 integriert. Die vorherige Version aus dem Jahr 2012 hatte schon seither keinerlei Bestand mehr.

Welche Anforderungen gibt es an entsprechende Brandmeldeanlagen?

Für mit der Feuerwehr aufgeschaltete Brandmeldeanlagen gilt durch die DIN 14675 Vorgabe, dass eine Montage, Installation und andere Maßnahmen lediglich durch zertifizierte Fachfirmen durchzuführen ist. Fachplaner im Bereich Ingenieur- und Planungsbüros können hierfür ebenso zertifiziert werden wie auch Facherrichter. Auch diese sind demnach dazu befugt, entsprechende Anlagen aufzubauen.

Gab es bis April 2018 in der DIN 14675 entsprechende Informationen zu einzelnen Phasen bei der Einrichtung von Brandmeldeanlagen, wurden diese im Rahmen der Anpassung vom Januar 2020 gestrichen. Die einzelnen Phasen spielen somit keine Rolle mehr und haben für die Einrichtung, Montage sowie auch Installation der Brandschutzanlagen keine weitere Relevanz.

Welche Bedingungen bestehen für den Anschluss von Brandmeldeanlagen?

Die jeweiligen Gemeinden veröffentlichen die Bedingungen für den Anschluss von Brandmeldeanlagen, oftmals mit Unterstützung der vor Ort befindlichen Feuerwehr. Hierbei kann es durchaus auch regionale Unterschiede geben, die für einen Anschluss der Brandmeldeanlagen erforderlich sind, sodass diese zur Feuerwehr vor Ort aufgeschaltet werden können.

Eine Zertifizierung gemäß DIN 14675 ist dabei in den Anforderungen seit April 2018 in aller Regel erforderlich, dieser Aspekt bleibt auch in der DIN Version vom Januar 2020 erhalten. Dies soll vor allem die fachkompetente Installation und Montage sicherstellen und für eine hohe Zuverlässigkeit sorgen.

Wer ist hierbei für die Brandmeldeanlagen verantwortlich?

In aller Regel gibt es eine verantwortliche Person für eine Brandmeldeanlage. Diese wird gemäß DIN Norm auch tatsächlich als „Verantwortliche Person“ bezeichnet. Hierzu ist eine entsprechende Ausbildung notwendig, sodass man als „Verantwortliche Person für Brandmeldeanlagen“ eingesetzt werden kann. In jedem Unternehmen, dass eine Zertifizierung gemäß DIN 14675 erhält, muss zwingend mindestens eine Person als derartige verantwortliche Person ausgebildet sein.

Hierzu ist eine beurkundete Prüfung erforderlich, die bei einer dafür zugelassenen Firma absolviert werden kann.

Was ist für die DIN 14675 außerdem noch wichtig?

Die DIN 14675 wird umgangssprachlich oftmals auch als Feuerwehrnorm bezeichnet, da sie sich der Verbindung von Brandmeldeanlagen zur Feuerwehr widmet.

Brandmeldeanlagen werden entsprechend der DIN 14675 in unterschiedliche Kategorien unterteilt. Vier dieser Kategorien bestehen zur Zeit.

Die Kategorie 1 beschreibt Anlagen, die Vollschutz bieten, Kategorie 2 bezieht sich auf Anlagen mit Teilschutz. Zudem gibt es die Kategorie 3 für Anlagen, die Schutz von Fluchtwegen bieten und die Kategorie 4. Diese bezieht sich auf Brandmeldeanlagen die dem Einrichtungsschutz dienlich sind. 

Erstmals wurde die Norm DIN 14675 im Jahr 1966 veröffentlicht. Im Jahr 1979 gab es dann eine Zusammenfassung von drei Teilnormen. Somit hat die DIN 14675 bereits seit vielen Jahren die Aufgabe, den Brandschutz zu kontrollieren und zu normen. Regelmäßige Anpassungen sorgen dabei für steigende Sicherheit.

Veröffentlicht am: 23.03.2020

 

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