Konsumgüterhersteller müssen sich neu ausrichten

AlixPartners Analyse

Die Umsätze stagnieren, zusätzlich sorgt die Digitalisierung für neue Herausforderungen: Die Konsumgüterherstellerbefinden sich in einer Phase der Unsicherheit und müssen sich anders aufstellen. Dies ermittelte das Beratungsunternehmen AlixPartners in einer Analyse.

Verbraucher sind kritischer geworden und tauschen ihre Erfahrungen digital aus. (Bild: Ivan Kruk - fotolia.com)
Verbraucher sind kritischer geworden und tauschen ihre Erfahrungen digital aus. (Bild: Ivan Kruk - fotolia.com)

Die Konsumgüterbranche und insbesondere die Top-Unternehmen müssen ihre strategische Ausrichtung überdenken. Obwohl viele Unternehmen in der Vergangenheit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umgesetzt und sich verstärkt auf M&A-Aktivitäten konzentriert haben, entwickeln sich die Zahlen nicht entsprechend. Hersteller müssen auf die Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten der Kunden reagieren und die Chancen der Digitalisierung nutzen, so eine Empfehlung des Beratungsunternehmens AlixPartners.

Traditionelle Erfolgsrezepte funktionieren nicht mehr

Seit Jahren stagnieren Umsatzzahlen, Marktanteile sinken – die traditionellen Erfolgsrezepte aus der Vergangenheit scheinen nicht mehr zu funktionieren, so ein Sprecher von AlixPartners. Gründe für die aktuelle Lage sieht das Beratungsunternehmen in der zurückgehenden Nachfrage, der abgeschwächten Weltkonjunktur und in zunehmend fragmentierten Märkten. Das Verhalten der Verbraucher hat sich verändert, es sei kritischer geworden, die Erwartungen gewachsen in puncto Transparenz, Nachhaltigkeit und Regionalität. Im Kontext der Digitalisierung tauschen die Kunden außerdem ihre Meinungen und Erfahrungen überwiegend digital aus, es habe eine Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten des Kunden stattgefunden.

Neue Strategien gefragt

Investitionen in die eigene Weiterentwicklung und das Überdenken der eigenen Geschäftsmodelle kann den Konsumgüterherstellern dabei helfen, sich neu aufzustellen und an die veränderten Bedingungen anzupassen. Empfehlenswerte Maßnahmen sind etwa die effiziente und flexiblere Gestaltung bestehender Strukturen und Abläufe, ebenso muss über neue Investments und Rückzüge aus bestimmten Bereichen entschieden werden. Große Potenziale sieht AlixPartners zudem in der direkten Kommunikation mit den Kunden; hier könne Big Data Chancen den Herstellern Chancen eröffnen, sich optimal an den Bedürfnissen der Verbraucher zu orientieren. Als Optionen stuft das Unternehmen zum Beispiel einen onlinegestützten Direktvertrieb ein, zudem müsse mehr Transparenz und eine hohe ethische Corporate Governance realisiert werden.

Für die Analyse der globalen Konsumgüterindustrie vom Beratungsunternehmen AlixPartners “State of the Consumer Products Industry 2017“ wurden die Daten von 1.044 börsennotierten Konsumgüterherstellern weltweit ausgewertet, die einen jeweiligen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar aufweisen. Dabei wurden die Daten der zurückliegenden acht Jahre mit Fokus auf den vergangenen zwölf Monaten betrachtet.

io

Veröffentlicht am: 10.02.2017

 

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