Konsumklima gibt leicht nach

GfK analysiert Konsumlaune der deutschen Verbraucher

Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern hat sich leicht abgekühlt. Laut dem Marktforschungsinstitut GfK fällt das Konsumklima von 10,2 auf 10,0 Zähler. Trotz dieses Verlusts bleibt der Indikator aber deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 0 Punkten.


Allerdings sank nicht nur das deutsche Konsumklima – auch die drei Teilindikatoren Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung gaben nach Angaben von GfK im Vergleich zum Vormonat nach. Im Falle der Konjunkturaussichten bestätigte sich damit ein Trend: Mit einem Minus von 1,8 Zählern auf nun 6,8 Punkte bewerteten die Verbraucher die Aussichten der deutschen Wirtschaft bereits zum dritten Mal in Folge schlechter als noch im jeweiligen Vormonat. Hauptgründe hierfür sind nach Ansicht von GfK einerseits die weiterhin anhaltende Verunsicherung in Folge des Brexit-Votums sowie andererseits die nach den Anschlägen in Bayern bewusster wahrgenommene Terrorgefahr. Dass sich die Konjunkturerwartung auch nach den Verlusten der letzten Monate im positiven Bereich – und damit über dem langjährigen Schnitt – behauptet, zeigt jedoch, dass die deutschen Konsumenten der Wirtschaft trotz aller Hindernisse auch weiterhin ein stabiles Wachstum zutrauen.

Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung fallen

Einbußen musste innerhalb der GfK-Konsumklimastudie auch die Einkommenserwartung hinnehmen: Nachdem der Indikator im vergangenen Monat 8,6 Punkte hinzugewonnen hatte, verlor er nun wieder 5,7 Zähler und erreichte damit 52,6 Punkte. Mit diesem Ergebnis hält sich die Einkommenserwartung allerdings auf sehr hohem Niveau. Die Konsumenten blicken somit optimistisch auf die Entwicklung ihrer eigenen finanziellen Situation. Verantwortlich für diese positive Einschätzung ist neben dem weiterhin stabilen Arbeitsmarkt und der guten Entwicklung der tariflichen Einkommen auch die niedrige Inflation.

Die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher präsentiert ein ähnliches Bild: Zwar sank der Indikator um 4 Zähler auf nun 53,3 Punkte, allerdings übersprang auch er erneut die 50-Punkte-Marke. Angesichts der optimistisch stimmenden Einkommenserwartung sind die Verbraucher somit weiterhin in Kauflaune. Da im Hinblick auf die Zinsentwicklung keine gravierenden Veränderungen zu erwarten sind, dürften sich die Deutschen beim Sparen, dem Gegenpol des Konsums, auch künftig zurückhalten. Eine negative Trendwende im Konsum ist daher nicht in Sicht.

tt

Veröffentlicht am: 28.09.2016

 

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