Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort

GfK gibt Zahlen für Juli bekannt

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucher ist laut den Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie für den Monat Juli ungebrochen. Vor allem der hohe Beschäftigungsgrad, die hervorragende Einkommensentwicklung und eine niedrige Inflation sorgen für gute Stimmung.


Die intensiven Diskussionen um das britische EU-Referendum, die bereits im Vorfeld des Brexit-Votums geführt wurden, konnten die deutschen Verbraucher nicht verunsichern – dies zeigt die aktuelle GfK-Konsumklimastudie. Der Gesamtindikator konnte sich demnach um 0,3 Zähler von 9,8 auf 10,1 Punkte verbessern. Getragen wird diese positive Entwicklung von optimistischen Konjunkturerwartungen, die in ihrem Sog auch die Einkommenserwartung nach oben trieben.

Auswirkungen des Brexits auf die Konjunkturerwartung noch nicht absehbar

So zeigten sich die deutschen Konsumenten hinsichtlich der Konjunkturerwartung so optimistisch wie seit einem Jahr nicht mehr. Somit kletterte der Indikator um 9,7 Punkte auf nun 18 Zähler. Zuletzt hatte er im Juni 2015 mit 18,4 Punkten einen höheren Wert erreicht. Im aktuellen Wert noch nicht berücksichtigt sind jedoch die möglichen Auswirkungen der britischen Entscheidung für einen EU-Austritt. Zwar hatten sich die Bundesbürger vor dem Referendum noch weitestgehend unbeeindruckt von der Möglichkeit eines Brexits gezeigt, doch wie sich das tatsächliche Ergebnis der Abstimmung auf die Konjunkturerwartung auswirken wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch unklar. Schließlich beendete die GfK ihre Befragung für den Juli bereits vor dem Urnengang am 23. Juni.

Einkommenserwartung erreicht neuen Höchststand

Getrieben von der positiven Entwicklung der Konjunkturerwartung verbesserte sich auch die Einkommenserwartung der deutschen Verbraucher deutlich. So stieg der Indikator nicht nur um 7,8 Zähler auf 59,6 Punkte – mit dieser Zahl erreichte er zudem einen seit der Wiedervereinigung unerreichten Höchstwert. Die deutschen Verbraucher blicken somit äußerst optimistisch auf die Entwicklung ihres Einkommens. Diese Einschätzung fußt unter anderem auf den positiven Tarifabschlüssen im öffentlichen Dienst, der Metall- und Elektrobranche sowie der Chemieindustrie. Darüber hinaus steht zum 1. Juli eine Erhöhung der gesetzlichen Rente an. Da die niedrige Inflationsrate von beinahe 0 Prozent zudem dafür sorgt, dass nominale Einkommenszuwächse nahezu erhalten bleiben, erhöht sich durch diese Entwicklungen auch die Kaufkraft.

Anschaffungsneigung gibt leicht nach

Die Anschaffungsneigung konnte die steigende Kaufkraft in diesem Monat allerdings nicht positiv beeinflussen, sodass der Indikator leicht um 3,3 Punkte auf 54,4 Punkte fiel. Das im Juni erreichte 12-Monats-Hoch konnte somit nicht gehalten werden. Allerdings befindet sich die Anschaffungsneigung aufgrund der guten Beschäftigungslage und des niedrigen Zinsniveaus noch immer auf einem hohen Niveau. Die deutschen Verbraucher sind daher auch weiterhin bereit, werthaltige Anschaffungen zu tätigen.

Zur Studie:
Die GfK-Konsumklimastudie basiert auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

tt

Veröffentlicht am: 29.06.2016

 

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