Leichtsinnige Unternehmen

Sopra Steria: Risiko Social Media

Sopra Steria Consulting weist darauf hin, dass zu viele Unternehmen sorglos mit dem Thema Social Media umgehen. Die Berater haben in ihrer Studie „Potenzialanalyse Digital Security" einige Punkte zusammengetragen, auf die es in Sachen Sicherheit ankommt.

Risiko Social Media (Bild: geralt - pixabay.com)

Risiko Social Media (Bild: geralt - pixabay.com)

 

86 Prozent der Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung in Deutschland sind in sozialen Netzwerken vertreten. Jedes dritte von ihnen führt allerdings keine Data-Leakage-Prevention-Maßnahmen durch, um einen ungewollten Datenabfluss über Social Media zu verhindern. Fast ebenso viele Firmen mit Social-Media-Präsenzen verzichten auf regelmäßige Awareness-Kampagnen für ihre Mitarbeiter. "Die gute Nachricht allerdings ist, dass deutlich mehr Unternehmen praktische Maßnahmen durchführen und sich nicht auf das Erstellen von Regelwerken beschränken", sagt Gerald Spiegel, Leiter Information Security Solutions von Sopra Steria Consulting.

Städte twittern 

Vor allem Finanzdienstleister, Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen setzen bereits auf ein breites Set an Schutzinstrumenten. Öffentliche Verwaltungen fokussieren sich dagegen eindeutig auf Social-Media-Trainings und Kampagnen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter. Die Zahl der Auftritte wächst dabei kräftig, auch Polizei und Feuerwehr haben inzwischen eigene Twitterkanäle. Selbst Netzwerke wie Instagram werden von Kommunen eingesetzt.

Privates am Arbeitsplatz 

Vor allem die so genannten Data Leakage Prevention Tools (DLP Tools) können helfen. Sie protokollieren etwa, welche sozialen Netzwerke im Unternehmen am häufigsten auch beruflich genutzt werden. Theoretisch können sie auch prüfen, ob Mitarbeiter für unterschiedliche Nutzerprofile jeweils dieselben Zugangsdaten verwenden und dem Nutzer automatisch darauf hinweisen.  

Für die „Potenzialanalyse Digital Security" wurden im Auftrag von Sopra Steria Consulting im April 2017 mehr als 200 (n=205) IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern aus den Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive, sonstiges Verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien, Öffentliche Verwaltung befragt. Explizit ausgeschlossen wurden Beratungsunternehmen und Anbieter von IT-Lösungen.

ts

Veröffentlicht am: 12.10.2017

 

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