Migration Zahlungsverkehr Schweiz: PPI steigt bei RECON ein

Partnerschaft

Hamburg - RECON hat einen Partner für die Umsetzung der Migration Zahlungsverkehr in der Schweiz gefunden. Zum 1. Januar 2015 hat die Unternehmensberatung PPI 51 Prozent der RECON-Anteile übernommen. Das Ziel ist die fachliche Unterstützung des auf IT-Lösungen spezialisierten Unternehmens. Im Fokus stehen SEPA-, ISO 20022- und EBICS-Projekte. Das Unternehmen firmiert künftig als PPI Schweiz, bleibt aber weiterhin eigenständig. Wichtige Kernmarken bleiben erhalten. Vorbild ist die gleichberechtigte Partnerschaft PPI France.

Weil die Schweiz bis 2010 die bestehende Systemvielfalt im Zahlungsverkehr vereinheitlichen und die nationalen Formate DTA/EZAG und LSV+/Debit Direct auf das SEPA-Format ISO 20022 migrieren will, müssen die Unternehmen ihre Zahlungsmethoden anpassen. Die Umstellung erfordere laut einem Sprecher des Unternehmens umfassendes Branchen- und IT-Wissen, das am Markt nur schwer zu bekommen ist. Viele Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte, um alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.

In der Folge wird es erheblichen Anpassungsbedarf bei den Unternehmen geben. Zwar haben sich vor allem international tätige Unternehmen bereits seit geraumer Zeit mit SEPA (Single Euro Payments Area) beschäftigt. Doch die flächendeckende Einführung im Vorhaben „Migration Zahlungsverkehr Schweiz“ bringt neue Herausforderungen mit sich, die auch viele Kreditinstitute noch unterschätzen. Beispielsweise steigen die Anforderungen an eine schnelle und zuverlässige Datenverarbeitung. Denn SEPA kodiert Transaktionen im speicherintensiven XML-Format statt wie bisher im DTA-/LSV-Format. Das allein lässt die zu verarbeitende Datenmenge um das Zwei- bis Dreifache ansteigen. Hinzu kommt der Anschluss an das neue nationale Clearing-System SIX Interbank Clearing (SIC4).

Der zu erwartende Umfang an Anpassungen, um mehr Daten in kürzerer Zeit verarbeiten zu können, ist nach Einschätzungen von Carsten Miehling, der als Geschäftsführer von RECON nun PPI Schweiz vorsteht, gewaltig. Schon heute steuern zahlreiche Systeme auf ihre Belastungsgrenze zu. Viele Banken stehen daher vor der Frage, ob die bestehende IT-Infrastruktur den künftigen Anforderungen noch gerecht wird oder erneuert werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Schweiz die Systemumstellungen sowohl für nationale als auch internationale Transaktionen gleichzeitig umgesetzt werden müssen.

nwi

Veröffentlicht am: 22.01.2015

 

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