Mittelständische IT-Beratungsunternehmen weiter im Aufwärtstrend

Lünendonk-Sonderanalyse

Mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen toppen das Wachstum des gesamten Marktes. Mit einer Gesamtumsatzveränderung von 13 Prozent im Mittel haben die von Lünendonk analysierten 20 Mittelstandsanbieter im Jahr 2016 eine um knapp vier Prozentpunkte höhere Wachstumsrate erzielt als der gesamte IT-Beratungsmarkt (9,3 %).

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Mittelständische IT-Dienstleister im Aufwind (Foto: drubig-photo - Fotolia)


Für 2017 erwarten die Unternehmen mit 12,3 Prozent einen nur geringfügig niedrigeren Steigerungswert. In absoluten Zahlen erwirtschafteten die Top 20 einen Gesamtumsatz von 3,04 Milliarden Euro gegenüber 2,69 Milliarden Euro im Jahr 2015.

Allgeier führt Ranking an

Angeführt wird das Lünendonk-Ranking der deutschen mittelständischen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen von Allgeier. Das Münchener Unternehmen steigerte 2016 seinen Gesamtumsatz auf 497,5 Millionen Euro (2015: 445,7 Mio. Euro). Den zweiten Platz eroberte sich GFT Technologies SE mit 422,6 Millionen Euro (2015: 373,5 Mio. Euro), während ein Umsatz von 327,0 Millionen Euro der SQS Software Quality Systems AG auf den dritten Rang verhalf (2015: 320 Mio. Euro). Mit ESG, adesso, Materna und Senacor folgen auf den Plätzen 4 bis 7 weitere Unternehmen mit dreistelligen Millionenumsätzen.

Ab Platz 8 der Sonderanalyse sind die mittelständischen IT-Beratungen gelistet, deren Gesamtumsätze im zweistelligen Millionenbereich liegen. Dabei reicht die Spanne von 92,0 Millionen Euro der Hamburger Cora Gruppe bis zu von Opitz Consulting gemeldeten 49,7 Millionen Euro.

Dabei konnte die Hälfte der analysierten IT-Mittelständler eine Gesamtumsatzveränderung von über 10 bis zu 20 Prozent verbuchen. Aber es gab auch drei Ausreißer. Lag der durchschnittliche Steigerungswert für alle 20 Unternehmen bei 13 Prozent, haben Exxeta mit 76 Prozent, bridgingIT mit 54 Prozent und SNP mit 43 Prozent ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich überproportional gesteigert.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Angesichts der guten Ergebnisse blicken die mittelständischen IT-Beratungen weiterhin positiv in die Zukunft. Nach 12,3 Prozent im laufenden Jahr pendeln sich die Umsatzprognosen für 2018 bei 11,1 Prozent und in den Jahren 2019 bis 2021 bei 11,5 Prozent ein. So erwarten die Unternehmen hohe Investitionen vor allem in die Themen Data Analytics und Aufbau von Plattformen für Entwicklung und Betrieb digitaler Geschäftsmodelle, wie z.B. IoT, Mobile Payment, Industrie 4.0 etc. Aber auch IT-Security, Automatisierung von Prozessen oder die Integration digitaler Lösungen in die bestehenden IT-Systeme würden als Umsatztreiber gesehen, so Lünendonk.

Digitale Transformation auch für Dienstleister eine Herausforderung

Auf den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen wollen sich die Befragten mit unterschiedlichen Maßnahmen einstellen. Durchgehend alle mittelständischen IT-Beratungen sehen den Aufbau neuer Skills und qualifizierter Mitarbeiter als ihre wichtigste Aufgabe an. Die Schulung agiler Entwicklungsmethoden nimmt mit 88 Prozent einen fast ebenso hohen Stellenwert ein wie der Aufbau von Branchen- und Fachkompetenz zur Abwicklung digitaler Geschäftsmodelle (82 %).

Zur Studie: Für die Lünendonk-Studie 2017 "Führende IT-Beratungs- und IT-Service- Unternehmen in Deutschland – mit Sonderkapitel zum IT-Mittelstand" – wurden neben über 90 Anbieterunternehmen 100 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt. Die Sonderanalyse über die 20 führenden deutschen mittelständischen Unternehmen im IT-Beratungsmarkt führte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder durch. In der Analyse zum IT-Mittelstand werden die zwanzig umsatzstärksten Unternehmen gelistet, die mehr als 60 Prozent ihrer Umsätze mit IT-Beratung, Standard-Software-Einführung, Individual-Software-Entwicklung und Systemintegration erwirtschaften, ihren Hauptsitz bzw. die Mehrheit ihres Grund- und Stammkapitals in Deutschland haben, keinem Konzern angehören und jeweils unter 500 Millionen Euro Umsatz erzielen.

ah

Veröffentlicht am: 04.08.2017

 

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