Mobile Security: IoT verlangt nach neuer Sicherheitsstrategie

Sopra Steria Consulting Studie

Mobile Geräte gehören in vielen Jobs zum Standard. Jedoch sind in puncto Sicherheit noch einige Möglichkeiten ungenutzt. Und das Internet of things (IoT) sorgt künftig für weitere Anforderungen an das Sicherheitsmanagement, so eine Studie.

Um die Vielzahl an verwendeten mobilen Geräten sicher zu machen, müssen die Unternehmen ihre IT-Security-Strategie erweitern. (Bild: TheDigitalWay - pixabay.com)
Um die Vielzahl an verwendeten mobilen Geräten sicher zu machen, müssen die Unternehmen ihre IT-Security-Strategie erweitern. (Bild: TheDigitalWay - pixabay.com)

 

Durch flexible Arbeitszeitmodelle arbeiten viele Mitarbeiter mit mobilen Geräten. Das führt dazu, dass in vielen Unternehmen sowohl Geschäftliches als auch Privates auf den Geräten vermischt wird. Hier muss das IT-Sicherheitsmanagement reagieren, etwa indem private und geschäftliche Daten durch sogenannte Container getrennt werden.

Laut Studie gibt es bereits bei 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzung mobiler Endgeräte. Jedoch bleiben in diesem Rahmen auch einige Optionen ungenutzt. In einem professionellen Mobile Device Management (MDM) für Smartphones und Tablets können Unternehmen etwa Regelwerke und Verfahren anbieten, welche Software und Inhalte auf den Geräten installiert sein dürfen. Das MDM stellt außerdem sicher, dass die Geräte alle erfasst sind und entsprechend der Richtlinien verwaltet werden. Jedoch verzichtet aktuell noch jedes dritte Unternehmen auf ein solches MDM. Häufig finden Basismaßnahmen Anwendung, etwa regelmäßige Kontrollen oder Informationen zum richtigen Umgang.

Öffentliche Verwaltungen und Energieversorger: Großer Nachholbedarf

Fast jeder zweite Befragte aus Verwaltung oder einem Energieversorger sagt, dass kein umfassendes MDM eingesetzt wird. Höher ist der Anteil in der verarbeitenden Industrie und im Automobilsektor. Hier nutzen drei Viertel der Unternehmen mit einem MDM. Besonders in den öffentlichen Verwaltungen gibt es nach Angaben der Studie Bestrebungen, das Mobile-Security-Management zu verbessern. Einen Anfang stellen die Mindeststandards dar, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik festgelegt hat. In 40 technischen und organisatorischen Regeln werden darin die Anforderungen beschrieben, die ein MDM leisten muss.

Mehr IoT-Geräte stellen neue Anforderungen an Sicherheitsstrategien

Das Internet of Things und die entsprechenden Geräte werden künftig dafür sorgen, dass sich die Sicherheitsrisiken verschärfen. Entsprechend werden neue Anforderungen an das IT-Sicherheitsmanagement aufkommen, die Unternehmen müssen ihre mobilen Sicherheitsstrategien erweitern. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen sich auch auf digitale Assistenten und Bots sowie mobil vernetzte Geräte am Point of Sale erstrecken. Um die Vielzahl an IoT-Endpunkten und die vielen unterschiedlichen vernetzten Gerätetypen kontrollieren zu können, müssen Unternehmen nach Einschätzung der Studienautoren ein sogenanntes Unified Endpoint Management (UEM) einrichten. Solche UEM-Lösungen können eine effiziente Verwaltung einer Vielzahl verschiedener mobiler Endgeräte leisten.

Für die "Potenzialanalyse Digital Security" wurden im Auftrag von Sopra Steria Consulting im April 2017 mehr als 200 (n=205) IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern aus den Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive, sonstiges Verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien, Öffentliche Verwaltung befragt. Explizit ausgeschlossen wurden Beratungsunternehmen und Anbieter von IT-Lösungen.

io

Veröffentlicht am: 08.09.2017

 

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