Nicht einmal jedes dritte Big-Data-Projekt ist profitabel

Capgemini

Die globale Wirtschaft setzt große Hoffnungen in Big Data. Allerdings sind die bisherigen Erfolge in diesem Sektor noch überschaubar: Laut einer Capgemini-Studie ist noch nicht einmal ein Drittel der Initiativen profitabel.

Bei der Nutzung der Möglichkeiten von Big Data besteht innerhalb der Wirtschaft laut einer Studie von Capgemini und Informatica noch viel Verbesserungspotenzial: Demnach ist es bislang gerade einmal 27 Prozent der Unternehmen gelungen, profitable Big-Data-Projekte auf den Weg zu bringen. Immerhin fast die Hälfte der Vorhaben (45 Prozent) verläuft kostendeckend. Jedoch klagen auch 12 Prozent der Firmen über finanzielle Verluste bei ihren Initiativen.

Big-Data-Projekte sollten im operativen Geschäft verankert sein

Allerdings ist dieses ernüchternde Ergebnis kein Grund, Big-Data-Vorhaben komplett auf Eis zu legen. Stattdessen können die Erfolgsaussichten durch verschiedene Hebel deutlich verbessert werden. So ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass ein Big-Data-Projekt profitabel ist, wenn es im operativen Bereich verankert wird. Dies ist in mehr als der Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) jedoch noch nicht der Fall: Stattdessen übernimmt oftmals der CIO die Verantwortung. Allerdings beginnen sich die Verantwortlichkeiten zunehmend zu verlagern. Inzwischen fallen Big-Data-Initiativen immer häufiger in den Tätigkeitsbereich von Chief Operating Officer (20 Prozent), Chief Technology Officer (16 Prozent) und Chief Marketing Officer (16 Prozent). Auch ein Chief Data Officer wird immer häufiger in den Führungsgremien installiert. „Diese Ergebnisse unterstreichen, dass der Chief Data Officer immer wichtiger wird“, findet daher auch Herbert Pleunik, Vice President bei Capgemini Schweiz.

Datenqualität und Governance sind essentiell

Die Verankerung der Big-Data-Vorhaben im operativen Business ist jedoch nicht der einzige Faktor, der zum Erfolg der Projekte beitragen kann. Darüber hinaus achten Unternehmen mit gewinnbringenden Big-Data-Initiativen auch darauf, effektiver beim Management der Datenqualität und der Data Governance sowie beim Anwenden unternehmensweiter Standards zu sein. Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten, die profitable Projekte vorweisen können, geben an, dass sie sich in den Themenfeldern Datenqualität und Governance exzellent oder sehr gut weiterentwickelt haben. Unter allen Studienteilnehmern kann dies nur jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) von sich behaupten. Zudem verweisen 75 Prozent der erfolgreichen Unternehmen auf Fortschritte bei der Standardisierung und Verbesserung der Konsistenz der Daten in der eigenen Organisation, während der Wert bei der Gesamtheit der Befragten in diesem Punkt nur bei 47 Prozent liegt.

Zur Studie:
Für die Studie "The Big Data Payoff: Turning Big Data into Business Value" befragten Capgemini und Informatica 200 Führungskräfte aus IT- und Datenmanagement in Europa und den USA.

tt

Veröffentlicht am: 10.06.2016

 

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