Nur jeder vierte Mittelständler besitzt eine Kommunikationsstrategie

Fink & Fuchs-Analyse zur Mittelstandskommunikation

Die Unternehmenskommunikation ist auch im Mittelstand von zentraler Bedeutung. Dennoch hat laut einer Studie von Fink & Fuchs nicht einmal ein Viertel der mittelständischen Unternehmen (23,4 Prozent) eine übergeordnete Kommunikationsstrategie aufgesetzt.


Obwohl dieser Maßstab für die Planung und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen den meisten Betrieben fehlt, sieht sich eine Mehrheit der Firmen (59,3 Prozent) im Hinblick auf die Professionalisierung ihrer Kommunikation gut aufgestellt. Gleichzeitig erkennt ein Großteil der deutschen Mittelständler die große Relevanz, die die Digitalisierung auch für die Kommunikation und das Marketing hat: Dementsprechend schätzen innerhalb der von Fink & Fuchs durchgeführten Umfrage neun von zehn Unternehmen die Bedeutung der digitalen Transformation in diesem Bereich als hoch ein. Für Panik sorgt diese Erkenntnis allerdings nicht – schließlich bewerten 58,5 Prozent der Befragten ihre Unternehmenskommunikation bereits als sehr stark digitalisiert. Dabei hat nur jeder zehnte Betrieb für die Digitalisierung der Kommunikation eine eigene Strategie entwickelt. Stattdessen erfolgt der Wandel meist nur schrittweise mittels einzelner Maßnahmen und wird eher durch externe Anforderungen ausgelöst, jedoch weniger durch visionäre eigene Strategien vorangetrieben.

Bekanntheits- und Markenaufbau stehen im Fokus

Die Ziele der eigenen Kommunikation sind in den meisten Unternehmen zudem klar abgesteckt. So richten die meisten Mittelständler ihre Aktivitäten vor allem auf ihre Produkte und Dienstleistungen (85,9 Prozent) sowie spezifische Branchenthemen (65,6 Prozent) aus. Auf diesem Weg sollen einerseits die Bekanntheit gefördert (90,4 Prozent) und andererseits Marken aufgebaut und gestärkt werden (85,2 Prozent). Eine geringe Relevanz hat in den Strategien der Firmen hingegen die Motivation der eigenen Mitarbeiter, die Förderung der Unternehmenskultur, die Entwicklung einer Krisenresilienz und Themenführerschaft sowie die Erhöhung des Innovationspotenzials.

Geschäftsführung mischt meist mit

Darüber hinaus ist die Geschäftsführung in mittelständischen Unternehmen vergleichsweise häufig in die Kommunikationsarbeit involviert. So trägt sie in 38,3 Prozent der Fälle sogar die Hauptverantwortung für die Kommunikation und in 43,1 Prozent zumindest noch eine Nebenverantwortung. Dies kann Fluch oder Segen sein: Zwar werden mittelständische Unternehmer häufig als kreativ und innovativ charakterisiert (61,9 Prozent) und haben überwiegend ein dialogisches Kommunikationsverständnis (51,5 Prozent), doch gerade traditionsbewusste Manager können die notwendige Weiterentwicklung und Digitalisierung der Unternehmenskommunikation auch behindern.

Zur Studie:
Für diese Studie befragte Fink & Fuchs im Frühjahr 2016 561 Unternehmen in Deutschland, darunter 270 Entscheider aus mittelständischen Unternehmen (maximal 499 Mitarbeiter, Umsatz bis zu 50 Millionen Euro).

tt

Veröffentlicht am: 26.09.2016

 

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