Nutzung von Datenanalysen ist in vielen Unternehmen noch ausbaufähig

Sopra Steria Consulting

Intelligente Datenanalysen gehören bei der Vorbereitung wichtiger Geschäftsentscheidungen in vielen Unternehmen bereits zum Alltag. Allerdings haben sie laut einer Studie von Sopra Steria Consulting einen großen Konkurrenten: das Bauchgefühl der Entscheider.


Demnach besteht hinsichtlich des Vertrauens der handelnden Personen in die Datenanalyse allem Anschein nach noch Nachholbedarf: Mehr als die Hälfte der Entscheider (54 Prozent) gaben in einer Umfrage von Sopra Steria Consulting an, sich bei einer Entscheidung eher auf ihre Intuition zu verlassen als auf die Ergebnisse einer Datenanalyse. Dabei haben die Verantwortlichen den Wert von Data Science eigentlich erkannt. Immerhin glauben 94 Prozent der Befragten, dass sich die wirtschaftliche Performance ihres Unternehmens verbessert, sobald Geschäftsprozesse von Datenanalysen unterstützt werden.

Die Erwartungen an Data Science sind hoch

Die Erwartungen der Chefetagen an Data Science sind jedenfalls hoch. So erhofft sich fast die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen durch die genaue Analyse von Daten eine verbesserte Planbarkeit. Darüber hinaus erwarten 37 Prozent, ihre operativen Prozesse durch Data Science besser steuern zu können. Eine ebenso große Gruppe glaubt, auf diesem Weg dank steigender Effizienz Kosten senken zu können. Zudem sehen 36 Prozent im Erkenntnisgewinn aus Datenanalysen ein "sehr hohes Potenzial", um ihre Innovationskraft zu steigern und die Digitalisierung ihrer Prozesse weiter voranzubringen.

Wie kommt es also zu der Diskrepanz, dass die in die Datenanalyse gesetzten Hoffnungen einerseits groß sind, sie aber in entscheidenden Situationen häufig nicht den Ausschlag geben? "In der Praxis erweist sich die Schwierigkeit, die fachliche Spezifik von Geschäftsprozessen mit den Mitteln fortschrittlicher Analytics-Technologien adäquat abzubilden, als eine der größten Hürden für die erfolgreiche Umsetzung von Data-Science-Projekten", erklärt Lars Schlömer, Head of Business Intelligence bei Sopra Steria Consulting, die scheinbare Widersprüchlichkeit.

Mehrheit der Unternehmen will in Datenanalysen investieren

Die Datenanalysen durch tiefes Prozessverständnis zu ergänzen, ist somit die größte Herausforderung der Data Science, die auch die befragten Unternehmen bereits erkannt haben. Daher möchten sieben von zehn Firmen (70 Prozent) innerhalb der nächsten zwölf Monate in neue Analyse-Technologien investieren. Für 62 Prozent steht zudem die Neueinstellung von Data-Science-Spezialisten auf der Prioritätenliste.

Zur Studie:
Für die Potenzialanalyse "Data Science" ließ Sopra Steria Consulting im Februar 2016 220 Vorstände und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragen. Die Studienteilnehmer stammten aus unterschiedlichen Branchen – darunter Banken, Versicherungen und sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive, verarbeitendes Gewerbe, öffentlicher Sektor, Telekommunikation und Medien. Explizit ausgeschlossen waren Beratungsfirmen und Anbieter von IT-Lösungen. Die Erhebung fand in Form einer Online-Panel-Umfrage statt.

tt

Veröffentlicht am: 10.06.2016

 

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