Online-Kredite und -Versicherungen werden für Deutsche immer attraktiver

Bitkom

Klassisches Online-Banking ist für deutsche Verbraucher längst zum Alltag geworden, doch damit ist die Entwicklung noch längst nicht am Ende: Auch andere online angebotene Finanzdienstleistungen gewinnen laut einer Bitkom-Umfrage immer stärker an Akzeptanz.


Mal eben den Kontostand abrufen oder eine Überweisung tätigen – Bankgeschäfte über das Internet zu erledigen, ist für die meisten Internetnutzer kein fremder Gedanke mehr: 70 Prozent führen derartige Transaktionen bereits online durch. Allerdings dürfte sich die Bandbreite der über das World Wide Web getätigten Bankgeschäfte schon bald erweitern, denn wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom nahelegt, wird das Vertrauen in digitale Angebote immer größer. So haben zum Beispiel 12 Prozent der Internetnutzer bereits online eine Versicherung abgeschlossen, weitere 22 Prozent können sich dies für die Zukunft vorstellen. Ganz ähnlich sieht es im Fall eines Kreditantrags aus: 7 Prozent der Befragten haben schon einmal über das Internet einen Kredit aufgenommen, 25 Prozent ziehen dies für die Zukunft in Erwägung.

Allem Anschein nach kommt die Beantragung eines Kredits über das Internet vielen modernen Kundenwünschen entgegen: Immerhin gaben 39 Prozent innerhalb der Umfrage an, ihren Kredit über das Internet abgeschlossen zu haben, weil sich der Prozess auf diese Weise gegenüber dem Gang zur Filiale bequemer dargestellt habe. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) ist zudem der Meinung, dass die Kreditvergabe auf diesem Weg schneller erfolgt. Darüber hinaus punkten Kreditinstitute im Internet aus Sicht von 21 Prozent der Befragten auch mit besseren Konditionen. 16 Prozent wählten hingegen einen Online-Anbieter, weil sie zuvor von einem anderen Institut abgewiesen worden sind.

Bankgeschäfte werden oftmals nicht nur digital, sondern auch mobil getätigt

Während Banken und Versicherungen hinsichtlich ihrer Digitalisierungsstrategien häufig noch am Anfang stehen, wartet auf die Unternehmen bereits eine weitere Herausforderung: In vielen Fällen werden Bankgeschäfte nicht mehr nur über das Internet, sondern auch noch mobil getätigt. So hat schon mehr als jeder Dritte (36 Prozent, im Vorjahr 34 Prozent) sein Smartphone hierfür genutzt. Auch Tablets kommen bei derartigen Transaktionen immer häufiger zum Einsatz (42 Prozent, Vorjahr: 39 Prozent). Beliebtestes Gerät für Bankgeschäfte ist hingegen der Laptop (61 Prozent, Vorjahr: 57 Prozent). Rückläufig sind die Nutzerzahlen allerdings beim stationären Desktop-PC: Während ihn 2015 noch 62 Prozent für das Online-Banking nutzten, sind es nun nur noch 50 Prozent.

Wird das Filialgeschäft somit in absehbarer Zeit überflüssig? Zumindest kann schon fast jeder Dritte (30 Prozent) auf eine Bankfiliale verzichten, weil er seine Bankgeschäfte ausschließlich online erledigt. Dennoch gehört der persönliche Besuch einer Bank für viele Menschen noch zum Alltag. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) hat in den vergangenen drei Monaten noch eine Bankfiliale aufgesucht. Doch diese Zahl könnte sich aus Sicht des Bitkom-Vizepräsidenten Ulrich Dietz in Zukunft verringern: "Häufig ist ein Besuch in einer Bankfiliale nicht mehr nötig. Selbst Beratungsgespräche können heute schon per Videochat geführt werden, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Diese Angebote müssen noch weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden."

Zur Studie:
Für diese Studie befragte Bitkom Research im Auftrag von Bitkom 1.007 Deutsche ab 14 Jahren. Hiervon waren 814 Befragte Internetnutzer, 572 nutzten Online-Banking.

tt

Veröffentlicht am: 06.06.2016

 

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