Pharmaindustrie blickt optimistisch in die Zukunft

PHARMA Management Radar

Die Pharmabranche erwartet in den kommenden Monaten Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. Das Wachstum wird vor allem in etablierten Märkten erwartet.

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Die Pharmaindustrie erwartet Umsatz- und Ergebnissteigerungen. (Bild: nikesidoroff - Fotolia.com)

Investitionsvorhaben konzentrieren sich insbesondere auf Nordamerika, China und Deutschland. Als größte Geschäftsrisiken sieht die Branche den zunehmenden Kostendruck sowie sich verändernde gesetzliche Auflagen. Der M&A Trend wird 2016 weiter zunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "PHARMA Management Radar" der CAMELOT Management Consultants.

Für die Studie wurden über 40 Führungskräfte von global agierenden Pharmaunternehmen aus 13 Ländern im Januar und Februar dieses Jahres befragt. Zu den Teilnehmern zählen 70% der weltweiten Top 20 Pharmafirmen inklusive aller Top 5-Unternehmen. Die Pharmaindustrie blicke optimistisch in die nahe Zukunft. Die zunehmende Bedeutung von hochpreisigen Biotech-Produkten lasse die Branche vor allem in etablierten Märkten wie Nordamerika und Deutschland Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwarten, kommentiert Dr. Josef Packowski, CEO von CAMELOT Management Consultants, das aktuelle Geschäftsklima in der Pharmabranche.

Die Wachstumserwartungen für den Boom-Markt China sind dagegen nicht mehr ganz so euphorisch wie noch in der letzten PHARMA Management Radar Studie vor sechs Monaten (-26% im Vergleich zum Herbst 2015). Auch der russische Markt wird wieder skeptisch betrachtet: Während im Herbst 2015 noch fast zwei Drittel der befragten Unternehmen den Markt positiv einschätzten, ist dieser Anteil in der aktuellen Untersuchung auf unter 40% gefallen. Was die Investitionsvorhaben betrifft, stehen neben China (48% der Nennungen) etablierte Märkte wie Deutschland (55%) und Nordamerika (39%) hoch im Kurs.

Kostendruck (63% der Nennungen) und sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen (47%) gelten als die bedeutendsten Geschäftsrisiken. Das Auslaufen von Patenten, vor einem halben Jahr noch die Nummer 1, scheint dagegen keine entscheidende Rolle mehr zu spielen.

Zwei Drittel der befragten Pharmaunternehmen glauben, dass der Umfang von Unternehmensübernahmen und Fusionen in den kommenden 12 Monaten nach dem Rekordjahr 2015 sogar noch zunehmen wird. Unternehmenswachstum wird als Hauptmotivation für M&As genannt.

ah

Veröffentlicht am: 28.04.2016

 

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