PKW-Absatz in Europa auf Höchststand

EY Analyse

Der PKW-Absatz in der EU hat um knapp acht Prozent auf den höchsten Stand seit zehn Jahren zugelegt. Der Diesel-Marktanteil ist stark gesunken. Gegen den Trend entwickelt sich der britische Markt, so die Analyse von EY.

Pkw-Absatz in Europa auf Höchststand (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)

PKW-Absatz in Europa auf Höchststand - Großbritannien entwickelt sich gegenläufig. (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)

Die Autokrise in der EU ist endgültig überwunden. Mit 1,39 Millionen neu zugelassenen PKW kletterte der Auto-Absatz im Mai auf den höchsten Stand seit 2007. Das Wachstum von 7,6 Prozent wurde auch dadurch bedingt, dass es im Vergleich zum Vorjahr einen Verkaufstag mehr gab; Pfingsten wurde in diesem Jahr erst im Juni gefeiert .

Alle deutschen Autokonzerne konnten ihren Absatz steigern. Schlechte Nachrichten gibt es aber weiterhin vom Diesel: Der Marktanteil der Selbstzünder ging um 5,3 Prozentpunkte auf 46,6 Prozent zurück. Trotz Diesel-Schwäche ist der Neuwagenmarkt jedoch in guter Verfassung, so legte der Absatz im bisherigen Jahresverlauf um 5,3 Prozent zu. Für das Gesamtjahr sei ein Wachstum um die 4 Prozent zu erwarten, so Peter Fuß, Partner bei EY.

Wachstum und Rückgang

Der EU-Neuwagenabsatz hat im Mai fast das Vorkrisenniveau erreicht, seit 2013 steigen die Neuzulassungen in diesem Monat. So konnten von den größeren EU-Ländern die Niederlande (+27 Prozent), Polen (+21 Prozent) und Österreich (+14 Prozent) das stärkste Wachstum verzeichnen. Dem Trend entgegengewandt schrumpfte der britische Markt um 8,5 Prozent. Die Neuzulassungen auf Privatpersonen brachen in Großbritannien im Mai sogar um 14 Prozent ein. 

In Deutschland sanken die Neuzulassungen von PKW mit Dieselantrieb im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent, wohingegen der Absatz von Benzinern um knapp 23 Prozent anstieg. In Großbritannien gingen die Verkäufe von Diesel-Neuwagen sogar um 20 Prozent zurück, der Marktanteil sank um 6,3 Prozent.

Der Volkswagenkonzern konnte seit Januar erstmals wieder EU-Marktanteile gewinnen. Das lag vor allem an der guten Entwicklung von Skoda (+15 Prozent), wodurch der Absatz des Konzerns um 8,2 Prozent stark wuchs. Noch stärker entwickelte sich Daimler mit einem Absatzplus von 13,4 Prozent. Beim Marktanteil (6,3 Prozent) zog der Stuttgarter Konzern damit am Rivalen BMW (6,2 Prozent Marktanteil) vorbei.

EY analysiert quartalsweise die Finanz- und Absatzzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt.

jvdm

Veröffentlicht am: 28.06.2017

 

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