Positives Feedback zu Künstlicher Intelligenz

Studie von Odgers Berndtson

Laut den Ergebnissen einer Befragung von Odgers Berndtson begrüßen Manager den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Doch welche Vorteile ergeben sich und an welcher Stelle besteht derzeit noch Handlungsbedarf?

Positives Feedback Künstliche Intelligenz (Bild: Phonlamaiphoto- Fotolia)
Positives Feedback Künstliche Intelligenz (Bild: Phonlamaiphoto- Fotolia)

74,3 Prozent der Führungskräfte nehmen die aktuellen Veränderungsprozesse durch Künstliche Intelligenz (KI) in ihren Unternehmen positiv wahr. Dennoch gehen diese Teilnehmer davon aus, dass KI ihre Führungsrolle deutlich verändern und neues Know-how verlangt wird. 23,7 Prozent der Teilnehmer haben eher gemischte Gefühle, nur zwei Prozent stehen KI mit großer Sorge gegenüber. Insgesamt zeigen die Ergebnisse allerdings eine offene Zustimmung motivierter Führungskräfte gegenüber der Einführung und Anwendung von KI.

Vorteile und Chancen mit KI

Die größten Vorteile werden in der Optimierung von Prozessen und in dem Wegfall repetitiver Aufgaben gesehen. Die Hälfte aller Manager (49,9 Prozent) sieht dabei die Prozessoptimierung und die damit verbundenen Effizienzgewinne als die wichtigste Chance durch Einsatz von KI. 35,8 Prozent nehmen den Wegfall von repetitiven Aufgaben und damit mehr Raum für kreative Aufgaben als wesentlichen Vorteil von KI-Anwendungen wahr. Am stärksten werden diese Vorteile von den jüngeren Manager-Generationen empfunden, vor allem von den nach 1980 geborenen Managern ("Generation Y").

Keine Angst vor Jobverlusten

Lediglich 10,5 Prozent erwarten einen verstärkten Verlust von Jobprofilen durch die Einführung von KI-orientierten Anwendungen. 37,5 Prozent gehen davon aus, dass durch KI völlig neue Berufsbilder entstehen werden. So schätzen auch zwei Drittel der Teilnehmer eine persönliche Auswirkung von KI ein: In den nächsten fünf Jahren erwarten sie eine deutliche Veränderung ihrer Führungsrolle sowie die Entwicklung eines neuen Know-hows.

Nach Odgers Berndtson werden Führungskräfte erwartet, die Geschäftsmodelle ganz neu und datenbasiert denken können, kundenzentrierte Lösungen entwickeln und die Offenheit ihrer Mitarbeiter nutzen, um diese Veränderungen erfolgreich im Unternehmen zu verankern.

Handlungsbedarf bei der Vorbereitung der Unternehmen auf KI

Für die Umsetzung von KI halten die Manager ihre Arbeitgeber noch nicht für optimal gerüstet. Handlungsbedarf sehen die Führungskräfte vor allem bei der Weiterbildung der Mitarbeiter (3,5 Prozent bzw. 19,5 Prozent stimmen hier stark bzw. eher zu) sowie dem ethischen Umgang mit Daten (5,8 Prozent bzw. 19,0 Prozent Zustimmung). Auch in der organisatorischen, strategischen und kulturellen Anpassung, im Hinblick auf KI, sehen die Teilnehmer der Befragung noch Nachholbedarf.

Zur StudieOdgers Berndtson befragt jährlich sein Executive Panel, das Führungskräfte von Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beinhaltet. Die zum neunten Mal durchgeführte, jährliche Befragung wird online und anonym durchgeführt. An der Studie haben 2.344 Manager teilgenommen.

Veröffentlicht am: 27.11.2019

 

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