Preise für E-Autos stagnieren trotz sinkender Batteriekosten

Horváth & Partners Studie

Der Hauptgrund für die hohen Preise von E-Autos sind die Batteriekosten. Doch die fallen seit 2010 kontinuierlich. Das drückt sich jedoch bislang nicht in Form von Preissenkungen für die Kunden von E-Autos aus, so eine Studie von Horváth & Partners.

 

Die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland hinkt. Niedrigere Reichweiten und höhere Kosten von E-Autos im Vergleich zu Verbrennern sind ausschlaggebend. Als Hauptgrund für die höheren Preise wurden lange Zeit Batteriekosten angesehen. Doch die entwickeln sich positiv. Lagen die Batteriekosten 2010 bei 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh), waren es 2016 nur noch 225 Euro pro kWh. Die kontinuierliche Entwicklung würde sich fortsetzen, sodass 2020 eine kWh weniger als 100 Euro kostet, so Dr. Oliver Greiner, Leiter der Horváth & Partners-Studie.

Doch die Preise für E-Autos stagnieren trotz der stetig fallenden Batteriekosten – und mit ihnen die Entwicklung der Elektromobilität. Die wird in Deutschland nur dann richtig Fuß fassen können, wenn die rapide fallenden Batteriekosten mittel- bis langfristig an die Kunden von E-Autos weitergegeben werden. Zwar waren Ende 2016 im Bundesgebiet 69.000 E-Autos zugelassen und damit 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Bliebe die Wachstumsrate der letzten drei Jahre allerdings konstant, wird das ausgerufene Ziel der Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu haben, erst nach 2022 erfüllt sein.

Um die Preisentwicklung der E-Autos bewerten zu können, ordnet Horváth & Partners den aktuell verfügbaren Elektromodellen jährlich entsprechende Referenzfahrzeuge zu, die in Bezug auf Kriterien wie Motorisierung, Größe, Ausstattung und Markenstärke ähnlich sind. Auf dieser Grundlage vergleichen sie die jeweiligen aktuellen Preislisten der Hersteller.

Unter Elektroautos versteht Horváth & Partners alle Fahrzeuge, die über extern zugefügten Strom oder Wasserstoff rein elektrisch fahren können - also rein batteriebetriebene Fahrzeuge, Plug-In-Hybride, Elektrofahrzeuge mit Range Extender und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen.

Zur Studie: Im Rahmen des „Horváth & Partners Fakten-Check Mobilität 3.0“ analysieren die Berater jährlich die Entwicklung wesentlicher Treibergrößen der Mobilität in Deutschland. Auf der Grundlage der verwendeten Ist-Werte rechnen sie dabei das aktuelle Wachstumsmomentum auf die kommenden Jahre hoch. Dieser Hochrechnung werden entsprechende Zielwerte gegenübergestellt. So lassen sich Aussagen zur Wahrscheinlichkeit des Erreichens relevanter Schlüsselgrößen der Mobilität treffen.

jvdm


Veröffentlicht am: 06.07.2017

 

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