Private Equity: Höhere Transaktionswerte für das zweite Halbjahr erwartet

EY Analyse

14.07.2017

Im ersten Halbjahr tätigten Finanzinvestoren 91 Transaktionen. 2016 waren es nur 65. Trotzdem wurde nur ein Plus von 0,3 Milliarden Euro erzielt. Für den Rekordwert von 15,8 Milliarden Euro fehlen noch zwei Drittel – und die Prognose ist gut, so die Analyse von EY.

Finanzinvestoren sind derzeit noch zurückhaltend. (Bild: Rawpixel.com - fotolia.com)

Finanzinvestoren sind derzeit noch zurückhaltend. (Bild: Rawpixel.com - fotolia.com)


Die zahlreichen Transaktionen auf dem Private-Equity-Markt erreichen das Niveau des Vorjahres nicht. Denn bislang fehlen wichtige Milliardentransaktionen. Außerdem kamen im Vergleich zu 2016 weniger Exits vor: Die Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen sanken von 50 auf 46. Dies entspricht einem 73-prozentigem Werterückgang von 9,7 auf 2,6 Milliarden Euro. Strategische Investoren waren besonders zurückhaltend. Statt 36 kamen nur 28 Geschäftsabschlüsse zustande. Das bedeutet einen Verlust von derzeit insgesamt 7,1 Milliarden Euro.

Der Börsengang eines Finanzinvestors blieb bislang ebenfalls aus. Dieser war 2016 noch für einen Zuwachs von 300 Millionen Euro verantwortlich. Einen leichten Anstieg verzeichneten hingegen Secondary Buyouts. Ihre Verkaufszahlen stiegen von 13 auf 18 und erzielten damit einen Wertzuwachs von 0,4 Milliarden Euro. Der Pharma- und Healthcare-Bereich erzielte mit 13 die größte Transaktionszahl. Ihm folgen der Industrie- und Verbrauchersektor mit jeweils 12 und 11. Mit nur 10 Transaktionen konnte der Bereich Business Service insgesamt 1,8 Milliarden Euro erwirtschaften.

Entscheidende Megadeals stehen noch aus

Trotz der niedrigen Transaktionszahl besteht kein Anlass zur Sorge, so Alexander Kron, Leiter des Bereichs Transaction Advisory Services bei EY in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einerseits seien die Verkaufszahlen nach wie vor hoch, andererseits stünden für die zweite Jahreshälfte bereits mehrere Milliardendeals an. Sie sollen den Transaktionswert in die Höhe treiben. Jedoch sehen sich Finanzinvestoren auch gezwungen zu investieren, da die Kaufobjekte aufgrund der aktuellen Marktsituation begrenzt sind.

mms

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