Rekordanzahl chinesischer Investitionen in Deutschland

EY European Investment Monitor

China ist zum zweitwichtigsten Investor in Deutschland geworden – nach den USA. Die Zahl der durch chinesische Unternehmen in Deutschland geschaffenen Arbeitsplätze hat ein Rekordniveau erreicht. Düsseldorf ist europaweit die beliebteste Region für Investitionen.

Rekordzahl chinesischer Investitionen in Deutschland (Bild: M.Schuppich - fotolia.com)

Engagement chinesischer Investoren erreicht Rekordniveau. (Bild: M.Schuppich - fotolia.com)


Deutschland wird für chinesische Investoren immer beliebter. Das führte 2016 zu 118 Direktinvestitionen, etwa in Fabriken, Logistikzentren und Unternehmenszentralen. Insgesamt erreichte das Engagement chinesischer Investoren europaweit ein neues Rekordniveau: Sie investierten in 297 Projekte, eine Steigerung von einem Viertel gegenüber dem Vorjahr, so eine Studie von EY.

Neue Arbeitsplätze durch chinesische Investitionsprojekte

Daraus entstanden in Deutschland 2.376 Arbeitsplätze – so viel wie noch nie und mehr als sechs Mal so viele wie im Vorjahr. Auch in anderen Ländern Europas wurden so neue Arbeitsplätze geschaffen. In Großbritannien waren es knapp 1.000 neue Jobs, in Ungarn 750 und 710 in Polen. Allerdings ist die Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze in der gesamten EU das zweite Jahr in Folge rückläufig. Wurde 2014 mit knapp 12.000 neuen Arbeitsplätzen noch ein Rekord aufgestellt, sank die Zahl 2015 auf etwa 8.900 und in diesem Jahr auf 7.900 Arbeitsplätze – fast jeder Dritte davon wurde in Deutschland geschaffen.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich dabei die Metropol-Region Düsseldorf. Sie hat einen großen Anteil daran, dass China vermehrt in Deutschland investiert. In diesem Jahr sicherte sich die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gar den Titel als Europas Top-Standort. Damit schob sich Düsseldorf vor London. Unter den beliebtesten elf Regionen Europas konnten sich insgesamt gleich sieben aus Deutschland platzieren.

Yi Sun, Leiterin der EY-Abteilung Chinese Business Services, sieht den Grund dafür in gut ausgebildeten Arbeitskräften hierzulande, der Nähe zu Zulieferern und Forschungseinrichtungen sowie der politischen Stabilität. Dadurch habe die deutsche Wirtschaft genau die Vorzüge, die chinesische Investoren suchten. Eine weitere Rolle spiele die zentrale Lage Deutschlands in Europa und der damit einhergehende gute Zugang zum europäischen Markt, so Yi Sun.

Zur Studie: Die Studie "Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland und Europa 2016", basiert auf Daten des EY European Investment Monitor. Der European Investment Monitor ist eine Erhebung ausländischer Direktinvestitionsprojekte in Europa, die Betriebsstätten und/oder Arbeitsplätze geschaffen haben. Fusionen und Übernahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

jvdm

Veröffentlicht am: 20.06.2017

 

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