Smart Supply Chains sind für Industrie 4.0 elementar

Lünendonk-Whitepaper zu neuen Anforderungen an die Logistik

In der Produktion ist das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 schon längst angekommen: Immer mehr Unternehmen nutzen neue Technologien zur Vernetzung von Maschinen, Beschleunigung der Prozesse und Senkung der Kosten. Doch wie ist es um die Supply Chain bestellt?

Logistik (Bild: CONSULTING.de)
Die Logistikbranche steht vor großen Veränderungen. (Bild: CONSULTING.de)

Wie Lünendonk nun in einem gemeinsamen Whitepaper mit Lufthansa Industry Solutions festhält, ist eine Smart Factory ohne eine smarte Supply Chain kaum denkbar. Stattdessen müsse eine komplett digitalisierte Supply Chain die Online-Steuerung aller Warenflüsse und Prozesse ermöglichen und sie damit für alle Beteiligten transparent machen. "Agile Wertschöpfungsnetzwerke zwischen OEM, Zulieferern, Logistikdienstleistern und in B‐to-B‐Branchen dem Handel als Abnehmer sind eine wichtige Kooperationsform der zukünftigen Fertigungsindustrie", erklärt Lünendonk-Partner Mario Zillmann. "Intelligente Logistikketten, also Smart Supply Chains, bilden in diesem System aus digital verbundenen Entwicklungs‐, Produktions‐ und Kommunikationsplattformen sowie standardisierten, portablen Datenformaten die Voraussetzung dafür, die steigende Komplexität der Fertigungsprozesse zu managen." Zentraler Baustein dieser Entwicklung sei die Digitalisierung der Produktions- und Vertriebssysteme.

Transparenz innerhalb der Supply Chain muss verbessert werden

Derzeit erweisen sich Supply Chains jedoch häufig noch nicht als smart genug – insbesondere weil Lieferketten häufig noch nicht für alle Beteiligten transparent sind. So fehlt laut den Erkenntnissen von Lünendonk und Lufthansa Industry Solutions oftmals eine vollständige Übersicht über die gesamte Lieferkette, zum Beispiel wenn Zulieferer, Abnehmer und Transportdienstleister enger in die Wertschöpfungskette integriert werden. Die Einführung von Supply-Chain-Visibility-Plattformen kann an diesem Punkt Abhilfe schaffen, indem dort alle logistischen Prozesse erfasst und auf diesem Weg die Kommunikation zwischen den Unternehmen vereinfacht wird. Aufgrund dessen gehören derartige Lösungen für viele Firmen neben Big Data und entsprechenden Analysen, Cloud-Lösungen und Simulationstools zu den vier Schlüsseltechnologien für eine smarte Supply Chain.

Logistikbranche kann von Industrie 4.0 profitieren

"Die Fabrik der Zukunft ist ein komplexes Netzwerk, in dem die einzelnen Bereiche miteinander kommunizieren, über alle Hierarchien hinweg. Viele Unternehmen sind bereits auf einem guten Weg, haben in Teilbereichen Industrie-4.0‐Lösungen erfolgreich eingeführt, Teile ihrer Lieferketten digitalisiert und mit Zulieferern und Logistikdienstleistern vernetzt", lobt Lufthansa-Industry-Solutions-Geschäftsführer Bernd Appel. Von den weiteren Entwicklungen könne insbesondere der Logistiksektor profitieren, sofern er entsprechende Vorkehrungen trifft: "Der Logistik- und Transportbranche kommt dabei eine Sonderstellung zu, da sie an jeder Warenbewegung der Lieferkette beteiligt ist. Wer jetzt die Weichen richtig stellt, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern und darüber hinaus zu einem zentralen Koordinator der Lieferkette werden."

tt

Veröffentlicht am: 01.09.2016

 

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