Standard-Software-Anbieter reagieren auf neue anspruchsvolle Kundenwünsche

Lünendonk-Studie zum Markt für Business Intelligence und Business Analytics

Die Auswirkungen der Digitalisierung bringen auch den Markt für Business-Intelligence- und Business-Analytics-Lösungen in Bewegung. So tragen Kunden laut einer Marktstichprobe von Lünendonk zahlreiche neue Anforderungen an die Anbieter heran.


Wie Lünendonk innerhalb der Studie herausfand, treffen die Kunden nicht nur auf zahlreiche neue Anwendungsfälle, sondern entwickeln im Zuge der Etablierung der Industrie 4.0 und des E-Commerce auch ein größeres Verständnis für den Einsatz von BI- und Analytics-Software. Aus diesem Grund reagieren zahlreiche Anbieter auf die neuen Kundenbedürfnisse: Neun von zehn Unternehmen (92 Prozent) wollen ihre Softwarelösungen in der nächsten Zeit um neue Funktionalitäten ergänzen. Zwei Drittel (67 Prozent) sehen zudem in der Cloud-Fähigkeit ihrer Produkte ein zentrales Feature, um ihre Kunden bei der Bewältigung der digitalen Transformation wirkungsvoll zu begleiten.

Kunden wollen mehr Zeit für Analyse und Kommentierung schaffen

Die Anforderungen an die Kundenunternehmen werden schließlich nicht kleiner: Schon jetzt berichten die Betriebe, dass die Erstellung eines Berichts zu viele Kapazitäten binde. So werden zurzeit durchschnittlich 67 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit für die Teilaufgaben Konsolidierung, Datenbeschaffung, Plausibilisierung und Abstimmung sowie Berichterstellung aufgewendet. "Da es sich dabei weitestgehend um standardisierbare Tätigkeiten handelt, besteht für die Unternehmen großer Handlungsdruck, das Zeitinvestment für die Berichterstellung kontinuierlich zu verringern, um mehr Zeit in die Analyse und Kommentierung sowie Maßnahmenverfolgung verlagern zu können", erklärt Lünendonk-Partner Mario Zillmann. "Gerade vor dem Hintergrund der Zunahme an datenbasierten Geschäftsmodellen sowie rasant steigender Datenmengen wird die Kommentierung von Auffälligkeiten im Zuge der Berichterstellung sowie die Nachverfolgung dieser Maßnahmen seitens der Reporting-Verantwortlichen immer wichtiger."

Automatisierung und Standardisierung als zentrale Ziele

Daher plant die Mehrheit der befragten Unternehmen, in den kommenden zwei Jahren die Automatisierung und Standardisierung des Berichtswesens voranzutreiben. So soll der Anteil der Betriebe, die über ein "stark" oder "sehr stark" automatisiertes Berichtwesen verfügen, von aktuell 32 Prozent auf 71 Prozent steigen. Zudem möchten vier von fünf Firmen (79 Prozent) in spätestens zwei Jahren in der Lage sein, vordefinierte Berichtsvorlagen für gängige Anfragen bereitzustellen. Derzeit ist dies erst bei 47 Prozent der Unternehmen der Fall. Die Effizienzsteigerung ist jedoch nicht die einzige Aufgabe, der sich Reporting-Verantwortliche in den kommenden Jahren stellen müssen. So empfinden laut der Lünendonk-Studie fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) den Aufbau eines unternehmensweiten und ganzheitlichen Berichtwesens als eine "hohe" oder "sehr hohe" Herausforderung, da dieses derzeit häufig noch keinen einheitlichen Blick auf das Unternehmen ermöglicht. Darüber hinaus sieht jedes zweite Unternehmen auch im Fachkräftemangel eine Aufgabenstellung von hoher Relevanz.

tt

Veröffentlicht am: 15.09.2016

 

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