Tageshonorare im Consulting steigen leicht an

Studie vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

In der Strategieberatung werden die höchsten und in der IT-Beratung die niedrigsten Tagessätze fällig. Das ist ein Ergebnis aus einer aktuellen Studie des BDU. Doch nach welchen Faktoren werden die Honorare differenziert?

Tageshonorare im Consulting (Bild: Gehalt_geralt_pixabay)
Tageshonorare im Consulting (Bild: Gehalt_geralt_pixabay)

Die Tageshonorare im Consulting sind von Anfang 2018 bis Mitte 2019 moderat um 1,3 Prozent gestiegen. Bis Ende 2020 erwarten die Unternehmensberater einen weiteren Anstieg um 2,2 Prozent. In Strategieberatungsprojekten müssen die Kunden meist mit den höchsten Tagessätzen rechnen. Die niedrigsten Honorare werden eher in der IT-Beratung erforderlich. In der Strategieberatung zum Beispiel liegt die Bandbreite bei den Tagessätzen für den Einsatz eines Projektleiters (Hierarchiestufe Manager und Senior Manager) - über alle Größenklassen betrachtet - zwischen 1.200 und 2.450 Euro. Die vergleichbaren Tagessätze in der IT-Beratung bewegen sich zwischen 1.100 und 2.100 Euro.

Die Bandbreite der Honorare

Laut des BDUs ist die Bandbreite der Honorare ist aufgrund der hohen Differenzierung insgesamt sehr hoch: Faktoren wie die Auftragsgröße, die Spezialisierung oder die Unternehmensgröße sowie die Hierarchieebene beeinflussen die Preisbildung erheblich. Situationen, in denen die hohe Projektnachfrage der Kunden oder der Mangel an bestimmten Spezialisten, können zu Engpässen bei den Consultingfirmen und folglich zu einer Steigerung der Honorarhöhe führen.

Neun von zehn Unternehmensberatungen differenzieren ihre Tagessätze. Kriterien hierfür sind beispielsweise das Auftragsvolumen oder die Bedeutung des einzelnen Kunden. So berücksichtigen 54 Prozent der Consultingfirmen häufig bis immer die Größe des Auftrags. Die Bedeutung und die Größe des Kundenunternehmens beziehen rund 70 Prozent mindestens gelegentlich in die Honorarbestimmung ein. 60 Prozent der Unternehmensberatungen berechnen ihre Tagessätze zumindest hin und wieder auf Basis der Wettbewerbssituation, knapp ein Viertel dabei regelmäßig. "Es kann immer zu Situationen kommen, in denen die hohe Projektnachfrage der Kunden oder der Mangel an bestimmten Spezialisten zu Engpässen bei den Consultingfirmen führen. Das haben wir nicht zuletzt in Digitalisierungsprojekten gesehen.

Zur Studie: Im Zeitraum von Juni bis August 2019 führte der Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) eine Befragung bei 300 Unternehmensberatungen aus allen Größenklassen durch. Die Studie enthält Informationen zur Höhe der fakturierten Tagessätze, zur Preisgestaltung, zur Abrechnung von Mehrarbeit und Rahmenvereinbarungen sowie zur Abrechnung von Nebenkosten. Weiterhin wurden die entsprechenden Kennzahlen für drei Hauptumsatzklassen sowie die vier klassischen Beratungsfeldern erhoben und ausgewertet.

 

 

Veröffentlicht am: 12.12.2019

 

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