Umdenken in der Automobilindustrie - Suche nach neuen Kundenkontaktpunkten

BearingPoint

Die Automobilindustrie wird zum Umdenken gezwungen. "Schuld" daran sind neue Mobilitätskonzepte und -technologien. Um als Automobilhersteller die Kunden von morgen zu erreichen und auf dem Markt überleben zu können, müssen neue Wege eingeschlagen werden. Das zeigt das neu veröffentlichte BearingPoint-Institut-Papier: "After Sales Service Providers Must Reinvent Customer Touchpoints to Survive".

Ladendes Elektroauto
Mobilitätskonzepte und -technologien wie E-Mobilität verändern die Automobilindustrie mit dem Endkunden grundlegend (Bild: andreas160578, pixabay)

Neue Kundenkontakte gewinnen - Für die Automobilhersteller überlebenswichtig 

Aufgrund der Tatsache, dass sich immer mehr Verbraucher an neuen Mobilitätskonzepten und -technologien wie E-Mobilität oder Car-Sharing orientieren, verändern sich die Berührungspunkte der Automobilindustrie mit dem Endkunden grundlegend. Für die Automobilhersteller ist es daher essenziell und überlebenswichtig, neue Kundenkontakte zu gewinnen. Auch die Art und Weise wie Anbieter mit ihren Kunden interagieren, muss grundlegend neu erfunden werden, wenn sich nicht zu reinen Hardware-Anbietern mutieren wollen.

Das Auto ist kein klassisches Statussymbol mehr

Das Auto ist nicht mehr das Statussymbol vergangener Tage und auch die Kunden verirren sich immer seltener in die Autohäuser. Sich als Automobilhersteller demnach allein auf den guten Ruf der Marke zu verlassen, reicht für die Kundengewinnung von morgen schlichtweg nicht mehr aus. Insbesondere neue digitale Dienste, innovative Kundenerlebnisse und hervorragende Kundendienstleistungen spielen zukünftig eine zentrale Rolle, um am Markt wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben.

Drei zentrale Punkte für die Kundengewinnung von morgen

Doch was genau ist nun zu tun, um in der heutigen Zeit neue Kundenkontakte zu gewinnen? BearingPoint schlägt drei zentrale Punkte vor:

  1. Neue digitale Ökosysteme aufbauen und neue Partner einbeziehen, um das Angebot an Kundendienstleitungen zu erweitern

  2. Technologische Innovationen wie Software Over the Air (SOTA) nutzen, um über digitale Kanäle mit Kunden in Kontakt zu bleiben und hochwertige Dienstleistungen abseits des Servicecenters oder Autohauses anzubieten

  3. Neue Möglichkeiten der Datenerfassung und -analyse nutzen, um Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu gewinnen.

Wer die Kundenkontaktpunkte besitzt, besitzt den Kunden

Da sich die Kundenkontaktpunkte immer weiter von den traditionellen automobilen Wertschöpfungsketten entfernen, müssen die Automobilhersteller schnell reagieren und neue Kontaktpunktemöglichkeiten schaffen. Der Kontakt zum Kunden von morgen ist also nur möglich, wenn die Automobilhersteller sich neuen digitalen Welten öffnen und dabei auch bereit sind, neue Partner mit in diesen Prozess einzubeziehen. Eine gelungene Neuausrichtung kann somit letztendlich dazu beitragen, die Präferenzen der Kunden und deren Verhalten besser zu verstehen. Auch die Gefahr, als Automobilhersteller zukünftig zum reinen Hardware-Anbieter zu werden, wäre damit vorerst gebannt.

sh

Veröffentlicht am: 01.10.2020

 

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