Unternehmen engagieren sich stärker für eine nachhaltige Lieferkette

BearingPoint

Die Nachhaltigkeit innerhalb ihrer Lieferkette zu steigern, wird für viele Unternehmen immer wichtiger – dies ergibt der "Supply Chain Monitor" von BearingPoint. Insbesondere ihre soziale Verantwortung rücken die Firmen dabei in den Mittelpunkt.


Soziale Aspekte finden im Supply Chain Management der Mehrheit der Unternehmen deutliche Beachtung: Laut des "Supply Chain Monitors" von BearingPoint sehen 70 Prozent der befragten Firmen in der sozialen Verantwortung schon jetzt eine strategische Priorität. Zudem erwarten weitere 12 Prozent, dass das Thema für sie innerhalb der kommenden fünf Jahre an Bedeutung gewinnen wird. Lediglich für 11 Prozent ist dieser Aspekt zurzeit noch kein Teil der Planungen.

Dabei ist eine sozial verträgliche Lieferkette in doppelter Hinsicht von Vorteil – schließlich könnte sich der Druck auf die Unternehmen zur Einhaltung gewisser Nachhaltigkeitsstandards gleich von zwei Seiten aufbauen. "Die Bedeutung sozialer Themen wird für Unternehmen deutlich zunehmen. Vor allem, wenn Regulierer ihren Fokus auf soziale Nachhaltigkeit verschärfen. Verbraucher sind bereits sensibilisiert und wählen vermehrt nachhaltige Produkte, worauf zahlreiche Unternehmen bereits reagieren", erläutert BearingPoint-Partner Matthias Loebich den Trend zu mehr sozialer Verantwortung.

Unternehmen engagieren sich sozial und ökologisch

So hat mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen (51 Prozent) ihr Engagement im sozialen Bereich innerhalb der vergangenen drei Jahre verstärkt – ein Trend, der sich laut der Studie bereits seit längerem zeigt. Demnach steigt die Bedeutung der sozialen Verantwortung entlang der Lieferkette kontinuierlich an, während die ökologischen Aktivitäten der Unternehmen dank der Klimakonferenz 2015 in Paris und des Abgas-Skandals erst allmählich wieder an Fahrt gewinnen. Für die nähere Zukunft erwarten die BearingPoint-Analysten daher ein "erneutes Bekenntnis zu grünen Nachhaltigkeitsaktivitäten". Vernachlässigt haben viele Unternehmen diesen Bereich allerdings auch in den letzten drei Jahren nicht: 48 Prozent bauten ihr ökologisches Engagement innerhalb dieses Zeitraums aus.

Dieses verstärkte Engagement spiegelt sich auch in den Belegschaften wider: 46 Prozent der Befragten gab zu Protokoll, dass ihr Unternehmen die Anzahl der Mitarbeiter, die sich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen, entweder erhöht oder stark erhöht hat. Nachholbedarf gibt es jedoch noch hinsichtlich der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Nur 25 Prozent der befragten Unternehmen in Europa fertigen derartige Berichte bereits an, weitere 3 Prozent planen dies für die Zukunft.

Zur Studie:
Für den "Supply Chain Monitor" hat BearingPoint 215 europäische und 51 US-amerikanische Unternehmen befragt.

tt

Veröffentlicht am: 09.06.2016

 

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