Unternehmen können von Bindungswirkung der betrieblichen Altersvorsorge profitieren

Willis Towers Watson stellt Analyse zur bAV vor

Im Wettbewerb um qualifiziertes Personal sind es oft die Zusatzleistungen, die den Unterschied machen können. Laut einer Studie von Willis Towers Watson kann daher auch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) zum immer stärkeren Hebel werden.


Die betriebliche Altersvorsorge wird für Arbeitnehmer immer attraktiver – zu diesem Schluss kommt eine Analyse von Willis Towers Watson. Demnach stimmten fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten der Aussage zu, dass die bAV ein wichtiger Grund sei, warum ein Arbeitgeberwechsel unattraktiv erscheint. Derartige Angebote können demnach einen wertvollen Beitrag dazu leisten, Mitarbeiter zu motivieren und an das Unternehmen zu binden. Daher stecken derzeit viele Arbeitgeber erhebliches Engagement und auch größere finanzielle Mittel in betriebliche Vorsorgeleistungen.

Kommunikation und Information sind das A und O

Allerdings hapert es laut den Erkenntnissen von Willis Towers Watson oftmals noch an der Information der Arbeitnehmer über die verschiedenen Möglichkeiten. So beurteilte nur etwa die Hälfte der Angestellten die von ihrem Unternehmen bereitgestellten Hinweise zur bAV als nützlich. Lediglich ein Drittel fand die Informationen verständlich. Unternehmen sollten daher großen Wert darauf legen, die Erläuterungen zur bAV klar strukturiert und verständlich aufzubereiten. "Die personalpolitische Wirkung der Pensionspläne kann sich nur durch gute Kommunikation entfalten. Die Wertschätzung der Mitarbeiter erfolgt oft über die Kommunikation der Vorteile und Leistungen", erklärt Dr. Stephan Wildner, Leiter des General Consulting im Geschäftsbereich Retirement von Willis Towers Watson.

Mitarbeiter haben unterschiedliche Vorstellungen zur bAV

Zudem wünscht sich ein großer Teil der Befragten, dass ihr Arbeitgeber die Bereitstellung einer betrieblichen Altersversorgung aktiv vorantreibt. Dabei müssen Unternehmen jedoch auch die Struktur ihrer Belegschaft ins Auge fassen und bedarfsgerechte Angebote für jeden einzelnen Mitarbeiter entwickeln. Denn wie die Studie zeigt, sind die Erwartungen an die bAV durchaus unterschiedlich. So verlangen Führungskräfte häufig andere Modelle als die übrigen Gruppen innerhalb der Belegschaft. Doch so unterschiedlich die Vorstellungen auch sind – ein Kriterium gilt für alle Modelle: Als wichtiger Baustein der Grundversorgung muss die bAV gegen Inflation gesichert sein.

Zur Studie:
Für die Studie "Betriebliche Altersversorgung aus Arbeitnehmersicht" befragte Willis Towers Watson weltweit mehr als 29.000 Arbeitnehmer aus Unternehmen mit 500 bis 10.000 Mitarbeitern. Mehr als 2.000 Teilnehmer stammten aus Deutschland. 72 Prozent aller Befragten verfügen nach eigenen Angaben über eine betriebliche Altersversorgung bei ihrem Arbeitgeber.

tt

Veröffentlicht am: 30.06.2016

 

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