Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Big Four hängen Mitbewerber ab

Lünendonk-Liste 2017

Die führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften haben ihr Wachstumsziel übertroffen. Die Big Four wuchsen um 11,8 Prozent und kurbelten 2016 die Gesamtumsätze an. Dies ergab eine Studie von Lünendonk & Hossenfelder.

Vier führende WP-Gesellschaften bestimmen das Ranking. (Bild: kelly marken - fotolia.com)
Vier führende WP-Gesellschaften bestimmen das Ranking. (Bild: kelly marken - fotolia.com)

Im vergangenen Jahr legten die Gesamtumsätze der WP-Gesellschaften (WP) um 7,2 Prozent zu. Doch ohne den Einfluss der Big Four konnte der Umsatz der Top 25 lediglich einen Zuwachs von 6,5 Prozent (2015: 8,2 Prozent) verbuchen. Im Durchschnitt steigerten Deloitte, Ernst & Young (EY), KPMG und PricewaterhouseCoopers (PwC) ihre Umsätze deutschlandweit um weitere 11,8 Prozent. Deloitte erzielte sogar ein Plus von 22 Prozent. Mit einem Anstieg von 6,2 Prozent steht KPMG abermals auf Rang zwei der Lünendonk-Liste.

PwC führt das Ranking an. Mit einer Umsatzsteigerung von 16 Prozent und dem höchsten absoluten Wachstumsplus von 262 Millionen Euro steht diese WP-Gesellschaft kurz vor dem Durchbruch: Mit 1.898 Millionen Euro ist die Zwei-Milliarden-Euro-Marke fast erreicht. KPMG erlangte mit 1,6 Milliarden Euro Rang zwei. EY konnte sich mit einem Plus von 2,7 Prozent nur wenig steigern und belegt mit 1.573 Millionen Euro den dritten Platz. Deloitte hat sich auf dem WP-Markt prozentual am stärksten entwickelt (22 Prozent) und sichert sich somit Rang vier (963,4 Millionen Euro).

Next Ten nehmen die Verfolgung auf

BDO erlangt mit 214,9 Million Euro bereits Rang fünf. Der Abstand zu den Big Four ist damit gravierend. Auf den Rängen sechs und sieben folgen Rödl & Partner (201,9 Millionen Euro) und Ebner Stolz (180,7 Millionen Euro). Baker Tilly belegt mit 139,8 Millionen Euro Umsatz Platz acht. Position neun und zehn erreichten Roever Broenner Susat Mazars mit 124,4 Millionen Euro und Warth & Klein Grant Thornton mit 87,8 Millionen Euro. In den kommenden Jahren werden sich nach Einschätzung von Lünendonk & Hossenfelder die Verfolger der Big Four verstärkt auf die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und das Recruiting neuer Fachkräfte konzentrieren. Sie haben erkannt, dass sie bislang zu wenig in Informations- und Kommunikationstechnologie, Digitales Marketing und Consulting investiert haben, so Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder.

Für die Lünendonk-Studie 2017 Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“ wurden 25 führende, 52 mittelgroße und kleinere WP-Gesellschaften sowie Netzwerke und Allianzen befragt. Die jährlich erscheinende Lünendonk-Liste ist demnach ein Ranking der 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften in Deutschland. Ihre Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen stehen während der Befragung im Fokus.

mms

Veröffentlicht am: 24.07.2017

 

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