Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Markt vergrößert sich

Lünendonk Studie

Die Digitalisierung verändert die Mitarbeiterstruktur der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften. Diese verbreitern weiter ihr Leistungsportfolio, allein die Big Four bauten 2.400 neue Arbeitsplätze auf, so eine Studie von Lünendonk.

Neue Services, neue Mitarbeiter: Die Mitarbeiterstruktur bei Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern ändert sich. (Bild: Rawpixel - fotolia.com)


Die Unternehmen im deutschen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsmarkt (WP) verbreitern ihr Leistungsportfolio, etwa durch Investments und Kooperationen. Ihre Services schließen nun häufig auch Rechts- und Managementberatung sowie Digital-Content-Services bzw. digitale Transformation mit ein. Laut Studie beträgt der Prüfungsanteil mittlerweile weniger als ein Viertel. Entsprechend wandelt sich die Mitarbeiterstruktur. Nun kommen häufiger auch Ingenieure, Programmierer und Berater zum Einsatz.

Neues Personal wird aufgebaut

Allein die Big Four haben 2.400 neue Stellen geschaffen. Viele davon sind im Back-Office entstanden, die klassische Wirtschaftsprüfung wird auch in der Personalstruktur weniger wichtig. Deren Mitarbeiteranteil reduzierte sich in den vergangenen Jahren von 27,4 Prozent (2015) auf 26,5 Prozent (2016). 2013 waren es noch 32,7 Prozent, 2014 lag der Anteil bei 31,8 Prozent.

Mehr neue Mitarbeiter sind in der Rechtsberatung tätig, der Anteil stieg von 5,4 Prozent auf 5,8 Prozent. Im Segment “Sonstige“ (Verwaltungs- und Marketing-Aktivitäten, vermehrt auch Digitalisierungs-Themen) wuchs der Mitarbeiteranteil ebenfalls (2016: 15,9 Prozent, 2015: 15,5 Prozent). Die neuen Dienstleistungen erfordern zunehmend andere Qualifikationen. Data Scientists, Programmierer und IT-Berater sind neben den klassischen Anforderungsprofilen nun stärker gefragt. Die Ergänzungen um Beratungshäuser oder Consultingteams beeinflussen diese Entwicklung ebenfalls.

Die Lünendonk-Studie “Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“ 2017 analysiert, wie sich die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland im Geschäftsjahr 2016 entwickelt haben. Sie basiert auf einer Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie 52 weiterer mittelgroßer und kleinerer WP-Gesellschaften sowie Netzwerke/Allianzen.

io

Veröffentlicht am: 25.08.2017

 

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