Zukunftsszenarien für die Telekommunikationsbranche

Deloitte

Wohin entwickelt sich die Telekommunikationsbranche? Aufstrebende Player, neue Technologien wie Virtual Reality und das zunehmend wachsende mobile Datenvolumen erschweren verlässliche Antworten. Permanenter Wandel ist in der Branche der Normalfall.

Zukunftsszenarien für die Telekommunikationsbranche (Bild: Jeanette Dietl - fotolia.com)
Die Telekommunikationsbranche befindet sich im permanenten Wandel. (Bild: Jeanette Dietl - fotolia.com)

Neue Akteure machen den Großen der Branche zunehmend wertschöpfungsintensive Segmente streitig. Die mobile Datenflut wächst – auch wegen neuer Technologien wie Virtual Reality – bis 2020 auf etwa 27 Prozent des gesamten Datenaufkommens. Deshalb stellt sich die Frage, wohin sich die großen Netzbetreiber entwickeln werden. Deloitte zeichnet in einer Studie nun vier mögliche Entwicklungsszenarien zu künftigen Businessmodellen für Unternehmen der Branche:

Generalist mit Marktmacht: In diesem Szenario decken die Telekommunikations(Telco)-Unternehmen wie bisher die Bereiche Technik, Infrastruktur und Kundenbeziehungen ab. Der Mittelpunkt sei hier eine zentrale Plattform, die als Verbindung zwischen Unternehmen, Kunden und Partnern fungiere. Nutzern müssten dabei hochrelevante Services und profitable Premium-Leistungen angeboten werden, so die Autoren der Studie.

Maschinenraum: Hier bleibt den Telcos die Vorherrschaft über Technik und Infrastruktur erhalten. Den Kunden gegenüber würden dann andere Player in Erscheinung treten. In diesem Szenario müssten sie stark in Forschung und Entwicklung investieren, um mit Innovationen im Bereich Breitband-Services trumpfen zu können.

Schalterhalle: Dies ist ein Gegenentwurf zum Maschinenraum-Szenario. Die Verantwortung für Technik und Infrastruktur läge in anderen Händen. Die Telco-Anbieter würden sich allein auf die Kundenbeziehungen fokussieren. Dabei wäre ein umfassendes Wissen über die Kundenerwartungen und –bedürfnisse maßgebend. Nur so könnten sie ihnen innovative, netzunabhängige und maßgeschneiderte Angebote liefern. Dazu würden sie grenzübergreifend aufwendige Datenanalysen und Segmentierungen vornehmen und ihre Dienste über eine Cloud-basierte Plattform anbieten.

Abstieg zum Marken-Zombie: In diesem Szenario haben die Telco-Unternehmen sowohl die Hoheit über Technik und Infrastruktur abgegeben, als auch die Kunden an andere Player verloren. Hier würde sich ihre Rolle auf die einer Sales Division innerhalb einer größeren Struktur beschränken. Ihre Markenreputation aus vergangenen Tagen wäre ihre einzige Daseinsberechtigung. Demnach würden sie hauptsächlich in Brand Awareness investieren und als Vorzeigemarke für neue, dominierende Akteure fungieren.

Mit der Studie To be or not to be“ zeigt Deloitte vier mögliche Entwicklungsszenarien zu künftigen Businessmodellen von Telco-Gesellschaften auf.

jvdm

Veröffentlicht am: 28.07.2017

 

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