Zwei Drittel der Unternehmen faxen noch häufig

Bitkom-Studie

Die Digitalisierung kann dem Faxgerät noch nichts anhaben. Das zeigt eine aktuelle Bitkom-Studie. Nur E-Mails werden häufiger als Kommunikationsmittel benutzt. Lesen Sie hier, welchen Platz das Smartphone in der Firmenkommunikation einnimmt und welche Alternativen es zum Fax gibt.

Aktuell verwenden noch 62 Prozent der Unternehmen das Faxgerät (Bidl: stevepb - pixabay)

Aktuell verwenden noch 62 Prozent der Unternehmen das Faxgerät (Bidl: stevepb - pixabay)


Lange ging es nicht ohne und trotz Digitalisierung bleibt es ein wichtiges Kommunikationsmittel: das Fax. Zwar kommunizieren deutsche Unternehmen zunehmend digital, aber aktuell verwenden noch sechs von zehn Unternehmen (62 Prozent) das Faxgerät häufig zur internen oder externen Kommunikation. Das ist ein Rückgang um 17 Prozentpunkte in zwei Jahren. Laut Digitalverband Bitkom waren es 2016 noch acht von zehn (79 Prozent) Unternehmen, die häufig per Fax mit Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern kommunizierten.

Alternative ist die digitale Signatur

Für die neuen Zahlen hat Bitkom 1.108 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern repräsentativ befragen lassen. "Das analoge Fax hat langsam ausgedient. Die Unternehmen gehen mit der Zeit und haben erkannt, dass digitale Kommunikation den Büroalltag schneller, einfacher und flexibler macht", sagt Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs Enterprise Content Management im Bitkom. Eine Alternative zum Fax ist die digitale Signatur. Deren Vorteile sind umfangreich, denn sie sorgt dafür, dass Prozesse, die einer Unterschrift bedürfen, durchgängig elektronisch gestaltet werden können. Die digitale Signatur nutzen aktuell 13 Prozent der Unternehmen, weitere 8 Prozent planen sie in den kommenden zwölf Monaten einzuführen.

Über E-Mail korrespondieren alle Unternehmen natürlich sehr häufig (2018 und 2016: 100 Prozent), aber auch andere digitale Kommunikationskanäle holen auf. Beliebter werden vor allem Onlinemeetings und Videokonferenzen, die fast jedes zweite Unternehmen häufig einsetzt (47 Prozent, 2016: 40 Prozent). Mehr als jede dritte Firma (38 Prozent) verfügt inzwischen über ein Mitarbeiter- oder Kundenportal, über das häufig kommuniziert wird. 2016 tauschte sich erst jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) häufig darüber aus.

Smartphone beruflich noch hinter dem Fax

Während Smartphones im privaten Umfeld das bei weitem wichtigste Kommunikationsmittel darstellen, nutzt erst jedes zweite Unternehmen (51 Prozent, 2016: 51 Prozent) Handys oder Smartphones häufig zur internen oder externen Kommunikation. Mehr als jedes dritte Unternehmen (38 Prozent) setzt dabei auch auf Kurznachrichten-Dienste oder Messenger-Apps. Wichtiger werden soziale Netzwerke. Während 2016 erst jedes jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) über soziale Netzwerke kommunizierte, ist es heute bereits jedes vierte (25 Prozent). 13 Prozent der Unternehmen nutzen daneben häufig Chatbots für die digitale Kommunikation mit Kunden. 5 Prozent kommunizieren mittlerweile über Unternehmens-Blogs oder Mikroblogging-Dienste mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder Kunden.

Über E-Mail korrespondieren alle Unternehmen natürlich sehr häufig (2018 und 2016: 100 Prozent), aber auch andere digitale Kommunikationskanäle holen auf. Beliebter werden vor allem Onlinemeetings und Videokonferenzen (Bild: Bitkom)

Über E-Mail korrespondieren alle Unternehmen natürlich sehr häufig (2018 und 2016: 100 Prozent), aber auch andere digitale Kommunikationskanäle holen auf. Beliebter werden vor allem Onlinemeetings und Videokonferenzen (Bild: Bitkom)

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf dem Bitkom Digital Office Index 2018, einer repräsentativen telefonischen Unternehmensbefragung, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.108 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Die Fragestellung lautete: "Wie häufig kommen die folgenden Kommunikationskanäle für die interne und externe Kommunikation in Ihrem Unternehmen zum Einsatz?"

Veröffentlicht am: 11.06.2018

 

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