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Aufgaben der Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung und ihre Aufgaben dienen dazu, in der Industrie und im Dienstleistungssektor vorgegebene Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Sie gewährleistet, dass bereits während der Produktion festgelegte qualitative Vorgaben erfüllt werden und formuliert Aufgabenbeschreibungen der anfallenden Tätigkeiten.

Qualitätssicherung Aufgaben Qualitätsanforderungen
Die Qualitätssicherung und ihre Aufgaben dienen dazu, in der Industrie und im Dienstleistungssektor vorgegebene Qualitätsanforderungen zu erfüllen. (Bild: Ghazii - fotolia)

Definition der Qualitätssicherung

Der Begriff der Qualitätssicherung findet für sämtliche technischen und organisatorischen Maßnahmen Anwendung, die dazu dienen, definierte Qualitätsanforderungen bei der Produktion und Dienstleistungserstellung zu erfüllen und somit eine bestimmte Qualität zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu gewährleisten. Gemäß der Definition der Norm DIN EN ISO 9000:2015 zählt sie zum Bereich des Qualitätsmanagements. Die Qualitätssicherung ist aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor nicht mehr wegzudenken. Die qualitativen Vorgaben legt das Unternehmen selbst fest. Darüber hinaus werden Qualitätsstandards auch durch Kunden, gesetzliche Regelungen und Normvorschriften definiert.

Aufgabenbeschreibung der Qualitätssicherung

Im Hinblick auf das Vertrauen, das einem Unternehmen durch Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit entgegengebracht wird, ist die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen ein wesentlicher Faktor. Die Qualitätssicherung und ihre Aufgaben setzen nicht erst bei der Produktion, sondern bereits während der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen an. Da die Beseitigung von Mängeln oft mit hohen Kosten einhergeht, nimmt die Qualitätssicherung vor allem im frühen Stadium der Produktion eine besondere Bedeutung ein, denn die Beseitigung von Mängeln ist an dieser Stelle meistens mit dem geringsten Kosten- und Zeitaufwand verbunden. 

In der Qualitätssicherung fallen Aufgaben unterschiedlicher Art an. Als Verantwortlicher für Qualitätssicherung analysieren und verbessern Sie Handlungsvorgaben und Arbeitsprozesse, um möglichst effiziente Abläufe zu gewährleisten. Dazu zählen beispielsweise die Optimierung von kommunikativen Prozessen in Unternehmen, die Festlegung von Normen für Produkte und Leistungen und die Überwachung der Produktion. Arbeitsschritte überprüfen und optimieren Sie im Rahmen Ihrer Aufgaben in der Qualitätssicherung bis zum kleinsten Teilschritt und erstellen eine Aufgabenbeschreibung für alle Tätigkeiten. Ziel ist es, mögliche Einflüsse, die sich negativ auf die Qualität der Abläufe auswirken, frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Unterschiede zwischen Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement stellt den Sammelbegriff dar, dem sämtliche Maßnahmen in einem Unternehmen zugeordnet werden, die Auswirkungen auf die Qualität des Produktes oder die Dienstleistung haben. Sie ist ein systematischer Ansatz und beleuchtet sämtliche Schritte der Wertschöpfungskette. Somit sind die Aufgaben des Qualitätsmanagements weitreichender und ganzheitlicher als die Qualitätssicherung, die als dessen Bestandteil vorbeugende Maßnahmen umfasst. Während das Qualitätsmanagement Planungsaspekte umfasst, behandelt die Qualitätssicherung die Umsetzung dieser Planungen und legt Tätigkeiten fest, mit denen die definierte Qualität erreicht wird. Mit einem integrierten Qualitätsmanagement erzielt ein Unternehmen eine höhere Kundenbindung durch Vertrauen und ein besseres Image in der Öffentlichkeit, das unter anderem der Gewinnung von Neukunden dient.

Wie findet die Qualitätssicherung statt?

Im Rahmen der Qualitätssicherung und der Aufgaben, die sie mit sich bringt, spielt die frühzeitige Berücksichtigung von eventuellen Fehlerquellen eine zentrale Rolle. Sie ist also von Anfang an in die Planung und Entwicklung von Arbeitsabläufen und unternehmerischen Prozessen zu integrieren. Interne und externe Prüfverfahren messen die Erfüllung der Qualität. In der Industrie erfolgt dies zum Beispiel durch bestimmte Messgeräte, die die Abläufe der Produktion testen, aber auch durch die Befragung von Kunden oder Mitarbeitern. Die Ergebnisse bilden den Ist-Zustand, der mit dem Soll-Zustand abgeglichen wird. Dies kann unter anderem die Vorgabe sein, eine bestimmte Menge innerhalb eines festen Zeitraums herzustellen und bei der ein gewisser Prozentsatz an Mängeln nicht überschritten werden darf. Um die Abweichung zwischen Soll und Ist zu beseitigen, planen Sie im Bereich der Qualitätssicherung Maßnahmen zu Verbesserung der Qualität und überwachen deren Durchführung. Potenzielle Fehlerquellen können zum Beispiel anhand von Modellabläufen berücksichtigt, analysiert und beseitigt werden.

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Müssen die Aufgaben von Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle getrennt werden?

Die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung sowie die Aufgaben, die sie umfassen, werden getrennt betrachtet und bilden gemeinsam die zwei wesentlichsten Aspekte des Qualitätsmanagements. Bei der Qualitätskontrolle steht vor allem die eigentliche Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung im Mittelpunkt. Die Qualitätssicherung hingegen legt den Fokus auf die Tätigkeiten und Abläufe, die der Erreichung dieser Produktqualität dienen. Während die Qualitätssicherung zu einem frühen Zeitpunkt stattfindet und ihre Hauptaufgaben erfolgen, bevor ein Prozess startet, wird im Rahmen der Qualitätskontrolle überprüft, inwieweit die geplanten Vorgaben erfüllt wurden und das gewünschte Ergebnis hervorbringen. Somit kann die Aufgabenbeschreibung der Qualitätssicherung als proaktiv bezeichnet werden, während die Qualitätskontrolle eher reaktiv erfolgt. In einem Unternehmen der Industrie sollten beide Bereiche aufeinander abgestimmt werden, um ein größtmögliches Maß an Effizienz und Qualität zu erzielen.

Veröffentlicht am: 24.07.2018

 

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