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Werbetechnik: Alles zu Ausbildung, Einstieg und Beruf

Als Schilder- und Lichtreklametechniker wird es einem nie langweilig. Mal arbeitet der Werbetechniker in luftigen Höhen, mal sitzt er am Schreibtisch und entwirft Skizzen. Schilder- und Lichtreklametechniker werden immer gebraucht, denn Unternehmen buhlen um potentielle Kunden und benötigen Werbemittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

 

Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklametechniker

Wer in der Werbetechnik bzw. in der Schilder- und Lichtreklametechnik eine Ausbildung macht, erlernt einen soliden Handwerksberuf, der durch die Vielfalt seiner unterschiedlichen Aufgaben besticht. Zu den Voraussetzungen, um diesen Beruf zu ergreifen, gehört ein Realschul- oder ein guter qualifizierter Hauptschulabschluss. Wer sich für eine Ausbildung in der Werbetechnik bewirbt, sollte einige wichtige Voraussetzungen erfüllen:

  • So sind ein gutes mathematisches Verständnis und ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen zwingend erforderlich.
  • Handwerkliches Geschick, ein gutes Auge für Farben und Formen und Kreativität sind ebenfalls notwendig.
  • Dazu kommen eine gute körperliche Konstitution und Schwindelfreiheit, um Schilder oder Lichtreklame in größeren Höhen anzubringen.
  • Werbetechniker sind vielseitige kommunikative Gestalter und handwerklich begabte Monteure in einer Person in einem nie langweiligen Aufgabenfeld.

In dieser dualen Ausbildung dauert die Vermittlung der Grundlagen 2,5 Jahre sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb. Im letzten halben Jahr werden die Schwerpunkte in der Werbetechnik-Ausbildung intensiviert. Die zwei Schwerpunktfelder sind zum einen Technik, Montage, Werbeelektrik, Elektronik und zum anderen Grafik, Druck, Applikation.

Tätigkeiten der Schilder- und Lichtreklametechniker

Werbetechniker gestalten Schilder, Fahnen, Autobeschriftungen, Leuchtreklame für Geschäfte und Restaurants, Aufsteller für Messen oder auch kleinere Werbemittel wie Kugelschreiber oder Tassen und vieles andere mehr. Die Gestaltung ist aber nur ein Teil dieses vielfältigen Berufs: Sie müssen ihren Arbeit gemeinsam mit den Auftraggebern entwickeln und diese beraten, was es in Bezug auf das Material für Möglichkeiten und Grenzen gibt. Werbetechniker entwerfen Skizzen, die sie mit den Auftraggebern besprechen. Dafür kommen auch Computerprogramme zum Einsatz, mit deren Hilfe zum Bespiel passende Schriftarten für die Werbebotschaften ausgewählt werden.

Zudem erfordert jedes zu bearbeitende Material andere Beschichtungsstoffe. Nach der Fertigstellung der Produkte sind Werbetechniker auch für die Installation der Werbemittel verantwortlich. Im Bereich der Werbeelektronik verlegen sie Leitungen und stellen elektrische Anschlüsse her. Ebenfalls sind sie für elektronische Steuerungssysteme zuständig, die sie montieren, konfigurieren und testen.

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Einsatzmöglichkeiten von Schilder- und Lichtreklametechnikern

Das Gehalt eines ausgelernten Schilder- und Lichtreklametechnikers ist tariflich geregelt und ist abhängig von dem Bundesland, in dem er arbeitet. Das Einstiegsgehalt ist mit 1.500-2.200 Euro noch nicht das, was man bei so einem anspruchsvollen Beruf erwarten könnte. Das Gehalt eines erfahrenen Schilder- und Lichtreklametechniker liegt zwischen 2.100 und 2.740 Euro. Um auf ein Einkommen von 3.000 Euro zu kommen, braucht ein Schilder- und Lichtreklametechniker einen Meistertitel. Dieses Gehalt kann im Laufe der Jahre noch steigen. Wer als Meister einen Betrieb leitet, hat höhere Risiken durch Verantwortung für die Gesamtausführung eines Auftrags zu tragen. Neben den Risiken, die eine Selbstständigkeit in sich trägt, ist es aber auch möglich, ein höheres Gehalt als in einer Angestelltentätigkeit zu erwirtschaften.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nicht nur das Gehalt, auch der Kompetenzbereich eines Meisters in diesem Beruf ist natürlich größer. So können Meister selbst Betriebe führen und Lehrlinge in der Werbetechnik Ausbildung anleiten. Die Voraussetzungen für den Meistertitel sind zum einen der Status eines Gesellen und zum anderen eine Weiterbildung zum Beispiel an der Handwerkskammer oder einer anderen Institution für Weiterbildung. Die Weiterbildung zum Meister für Werbetechnik umfasst vier Stufen: Fachtheorie, Fachpraxis, kaufmännische und rechtliche Grundlagen und Berufs- und Arbeitspädagogik.

Weitere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind  spezielle Seminare über Befestigungstechnik oder für Elektriker Tätigkeiten im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk im Bereich Elektronik.

Wer nach einer Werbetechnik-Ausbildung studieren will, kann dies an einer Fachhochschule tun. Denn ein Realschulabschluss plus Ausbildung ergibt die Fachhochschulreife. Hier bilden sich Studiengänge wie Kommunikationsdesign oder Druck- und Medientechnik an.

Veröffentlicht am: 01.08.2018

 

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